Der Falterfisch: Tropische Schönheit mit hohen Ansprüchen

Der Falterfisch ist im Aquarium der Hingucker schlechthin, denn trotz seiner verhältnismäßig geringen Größe fällt er mit seiner attraktiven Färbung sofort ins Auge.


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    Parachaetodon ocellatus  Fünfbinden Segel-Falterfisch

    Falterfisch kaufen: Arten & Lebensraum

    Falterfische sind in den Korallenriffen im Pazifischen Ozean, im Indischen Ozean und im Atlantik zu Hause. Drei Arten trifft man inzwischen auch im Mittelmeer an: 

    • den Rotmeer-Wimpelfisch
    • den Rotkopf-Falterfisch 
    • und den Rotmeer-Rippelstreifen-Falterfisch

    Viele Falterfische leben in einer Wassertiefe von bis zu 18 Metern, es gibt aber auch Falterfisch-Arten, die in Tiefen von bis zu 180 Metern zu finden sind. Die bunten Fische ähneln ein wenig den Kaiserfischen, Unterschiede gibt es jedoch vor allem beim Flossenaufbau. Ein typisches Merkmal der etwa 130 Arten sind die bürstenartigen, kleinen Zähne. Sie haben den Falterfischen auch ihren offiziellen Namen verliehen, denn Chaetodontidae bezieht sich auf die griechischen Bezeichnungen "chaite" (deutsch: Haar) und "odonto" (Zahn).

    Chaetodon auriga Fähnchen Falterfisch

    Der Falterfisch und seine Haltung im Aquarium

    Generell sind Falterfische eher ruhige Vertreter und im Becken wunderschön anzusehen. Sie stellen aber relativ hohe Ansprüche an die äußeren Bedingungen und ihre Nahrung:

    • Ein schöner Riffaufbau ist absolut unerlässlich, denn für die Tiere gibt es quasi nichts Interessanteres, also das Riff unermüdlich nach Lebewesen abzusuchen. 
    • Außerdem solltest du berücksichtigen, dass sie manchmal sehr gerne an Korallen zupfen. Röhrenwürmer und/oder Muscheln dienen ihnen gelegentlich ebenfalls als Futter
    • Die Fütterung eine recht heikle Angelegenheit. Der Falterfisch frisst sehr langsam und nimmt sich viel Zeit, potenzielles Futter zu beäugen. Das kann in Gesellschaft von schnellen Beifischen manchmal zu einem Problem werden. Der Einsatz von Futtereiern ist in der Anfangszeit oft eine gute Hilfe. Nach der Eingewöhnung fressen Falterfische aber in der Regel ohne Weiteres Frostfutter, Algen- oder Flockenfutter. Auch lebendes Futter kommt den Vorlieben der Falterfische entgegen.
    Chaetodon octofasciatus - Achtbinden-Falterfisch

    Falterfisch-Arten: Pyramiden-Falterfisch, Fähnchen-Falterfisch & mehr

    Bei uns bekommst du einige der schönsten und prächtigsten Vertreter der Falterfische:

    • Den bis zu 22 Zentimeter großen Gelbe Langnasen Pinzettfisch mit seinem faszinierenden Erscheinungsbild.
    • Den auffällige Malayen Wimpelfisch, der für sein ausgesprochen friedliches Verhalten, aber auch für seinen Appetit auf Korallen bekannt ist. 
    • Den Gelben oder Schwarzen Pyramiden-Falterfisch, der mit seiner Färbung alle Blicke auf sich zieht und gerne mal an Glasrosen geht. Für ihn ist sehr sauberes Wasser essenziell.
    • Deutlich dunkler, aber nicht weniger attraktiv, präsentiert sich der Schwarze Wimpelfisch. Ihn hältst Du am besten als Paar oder in einer Gruppe. Mit Zooplankton und Frostfutter kannst Du bei ihm nichts falsch machen.

    Da die Haltung von Falterfischen eine gewisse Sachkenntnis voraussetzt, schaust du dir am besten vor deiner Bestellung die Informationen an, die wir dir zu jeder von uns angebotenen Art zur Verfügung stellen. Eher weniger für das Aquarium geeignet ist der Orangestreifen-Falterfisch. Der Nahrungsspezialist frisst nämlich in erster Linie Korallenpolypen und überlebt im Becken meist nur wenige Wochen.

    Hemitaurichthys polylepis Gelber Pyramiden-Falterfisch

    Falterfische kaufen: So fühlen sie sich bei dir wohl

    Kaufe den Falterfisch nur bei einem vertrauenswürdigen Anbieter wie Punkcorals. Wir führen ausschließlich handverlesene und gesunde Falterfische, die akklimatisiert wurden. Achte bei der Ausstattung deines Aquariums auf ausreichende Versteckmöglichkeiten und einen gut strukturierten Riffaufbau.

    Eine Wassertemperatur zwischen 22 und 28 Grad Celsius ist für die Fische ebenso wichtig wie eine mäßige bis starke Strömung. Natürlich darf das Becken niemals zu klein sein, denn die Tiere benötigen viel Schwimmraum.

    Häufig gestellte Fragen zum Falterfisch

    Du wünschst dir schon lange einen Falterfisch und suchst nach Antworten auf deine Fragen? Die findest Du hier!

    Falterfische fressen winzige Krebs- und Weichtiere, Stein- und Weichkorallen, Zooplankton und Röhrenwürmer. Im Aquarium kannst Du sie mit Frost- und Flockenfutter, aber auch mit lebendem Futter füttern.

    Je nach Art werden Falterfische im Becken einzeln, paarweise oder in Gruppen gehalten. Die Fische sind grundsätzlich ruhig und friedlich, sie benötigen aber relativ viel Schwimmraum.

    Die Fische zeigen sich anderen Fischarten gegenüber meist sehr friedfertig. Aggressives Verhalten ist für sie eher untypisch, und es geht auch nur selten Streit von ihnen aus.

    Da Falterfische sehr aktive Schwimmer sind und oft eine stattliche Größe erreichen, benötigen die meisten Arten viel Schwimmraum. Ein Aquarium ab 500 Litern ist für kleinere Arten das Minimum. Zudem sollte das Becken gut eingefahren sein und ausreichend Versteckmöglichkeiten in Form von Steinaufbauten bieten, damit die Tiere sich bei Stress zurückziehen können.

    Wenn du zum ersten Mal einen Falterfisch kaufen möchtest, ist der Heniochus acuminatus (Gewöhnlicher Wimpelfisch) eine gute Wahl. Er ist robuster als viele seiner Verwandten und lässt die meisten Korallen in Ruhe. Auch der Gelbe Masken-Falterfisch (Chaetodon semilarvatus) gilt als vergleichsweise haltbar, benötigt aber deutlich mehr Platz und Pflegeerfahrung.

    Das ist die wohl wichtigste Frage, bevor du einen Falterfisch kaufen möchtest. Viele Arten ernähren sich in der Natur von Korallenpolypen. Es gibt jedoch Ausnahmen: Arten wie der Chelmon rostratus (Pinzettfisch) oder Heniochus-Arten (Wimpelfische) gelten als bedingt „reef-safe“, solange sie gut gefüttert werden. Sie sind zudem exzellente Helfer gegen Glasrosenplagen.

    Falterfische reagieren sensibel auf Schwankungen der Wasserwerte und Stress. Eine langsame Eingewöhnung (Tröpfchenmethode) ist absolute Pflicht. Da sie anfällig für Hautparasiten sein können, empfehlen wir eine stressfreie Umgebung und ggf. den Einsatz einer UV-Anlage, um den Keimdruck im Wasser niedrig zu halten.