Weich- und Lederkorallen - Sarcophyton, Lobophytum & mehr – WYSIWYG

Weich- und Lederkorallen – Sarcophyton, Lobophytum, Sinularia, Bäumchenkorallen, Xenien und Affenhaar – als WYSIWYG-Stücke: Du bekommst genau die Koralle auf dem Foto, mit Lichtrasterplatte und Haltungstabelle. Sie bauen kein Kalkskelett, kommen mit mittlerem Licht und wenig bis mittlerer Strömung aus und sind in unserer Praxis der leichteste Einstieg in Korallen. Zwei Dinge solltest du wissen: Lederkorallen häuten sich regelmäßig, und sie geben Terpene ins Wasser ab – Aktivkohle und Abschäumer halten Steinkorallen im selben Becken gesund. Lebendtierversand mit Terminabsprache oder Abholung in Schwandorf.

Filtern
    Sofort verfügbar
    SCHNELL KAUFEN
    Sacrophyton
    bicolor
    Sacrophyton
    Lederkoralle
    €79,00
    Sofort verfügbar
    SCHNELL KAUFEN
    Sacrophyton
    bicolor
    Sacrophyton
    Lederkoralle
    €79,00
    Sofort verfügbar
    SCHNELL KAUFEN
    Sacrophyton
    grün
    Sacrophyton
    Lederkoralle
    €79,00

    Weich- und Lederkorallen im Überblick

    Weichkorallen (Octocorallia) bauen kein Kalkskelett: Lederkorallen wie Sarcophyton, Lobophytum und Sinularia stützen sich auf ledriges Gewebe, Bäumchenkorallen, Xenien und Affenhaar auf weiche, bewegliche Kolonien. Für alle gilt bei uns: Temperatur 24–27 °C, KH 6–8 °dKH, Calcium 380–420 mg/l, nährstoffreich (Nitrat ca. 5–20 mg/l, Phosphat 0,05–0,1 mg/l) und stabil. Füttern musst du nicht. Unsere Werte stammen aus der Praxis mit Sarcophyton; für die übrigen Gattungen stehen hier allgemeine Weichkorallen-Werte. Dauerhaft führen wir Sarcophyton, andere Gattungen je nach Einfuhr – was gerade verfügbar ist, zeigt die Produktliste.

    GattungLichtStrömungNesseltSchwierigkeit
    Sarcophyton (Pilzlederkoralle)mittel – verträgt mehr, dann langsam gewöhnenwenig bis mittel, wechselnd, nicht direktkaum – gibt Terpene ins Wasser ableicht, auch für Einsteiger; häutet sich regelmäßig
    Lobophytum (Fingerlederkoralle)mittel (allgemein)wenig bis mittel, wechselnd (allgemein)kaum – Terpene wie alle Lederkorallenleicht, auch für Einsteiger (allgemein)
    Sinulariamittel (allgemein)mittel, wechselnd (allgemein)kaum – Terpeneleicht (allgemein)
    Litophyton / Nephthea (Bäumchenkorallen)mittel (allgemein)mittel, wechselnd (allgemein)kaumleicht bis mittel (allgemein) – zieht sich bei Störung stark zusammen
    Xenia (Pumpende Xenie)mittel bis viel (allgemein)mittel (allgemein)kaum – verdrängt durch schnelles Wachstumleicht (allgemein) – kann wuchern, auf eigenen Stein setzen
    Briareum / Pachyclavularia (Affenhaar)mittel (allgemein)mittel (allgemein)kaum – überwächst Gestein und Nachbarnleicht (allgemein) – breitet sich als Kruste aus

    Händleraussage · Praxis · Wissenschaft

    Weichkorallen gelten als Einsteigerkorallen – und über sie wird einiges behauptet. Hier die häufigsten Aussagen, was wir in unserer Praxis sehen und was die Wissenschaft dazu sagt.

    Oft zu lesenUnsere PraxisWissenschaft
    „Weichkorallen verbessern die Wasserqualität“Ein Filter sind sie nicht. Weichkorallen nehmen gelöste Nährstoffe auf, ersetzen aber weder Abschäumer noch Wasserwechsel – und sie brauchen diese Nährstoffe: Wir halten sie nährstoffreicher, Nitrat um 5–20 mg/l, Phosphat 0,05–0,1 mg/l. In sehr sauberem Wasser bleiben Lederkorallen klein und blass.Weichkorallen (Octocorallia) leben wie Steinkorallen mit Zooxanthellen, die Stickstoff und Phosphor für die Photosynthese brauchen; zusätzlich fangen die achtstrahligen Polypen feine Partikel (Veron 2000; Fabricius & Alderslade 2001).
    „Bei Lederkorallen kann nichts schiefgehen“Die Haltung ist leicht – die Wirkung auf die Nachbarn nicht. Lederkorallen geben Terpene ins Wasser ab, die in kleinen Becken mit vielen Weichkorallen Steinkorallen beeinträchtigen können. Regelmäßig gewechselte Aktivkohle und ein Abschäumer halten die Belastung gering. Und: Aus einem handtellergroßen Stück wird über Jahre ein Pilz mit mehreren Dezimetern Durchmesser.Weichkorallen der Familie Alcyoniidae (Sarcophyton, Lobophytum, Sinularia) produzieren Terpenoide, die als chemische Abwehr gegen Fressfeinde und als Mittel in der Konkurrenz um Platz wirken (Coll 1992).
    „Meine Lederkoralle ist geschlossen und glänzt – sie stirbt“In der Regel ist das die Häutung: Sarcophyton und Lobophytum stoßen regelmäßig eine dünne Haut ab, um Algen und Ablagerungen loszuwerden. Dabei bleiben sie einige Tage geschlossen und wirken matt oder glänzend. Prüfe Strömung, Licht und Wasserpflege erst, wenn die Koralle deutlich länger als eine Woche zu bleibt oder Gewebe weich wird.Lederkorallen scheiden periodisch eine wachsartige Oberflächenschicht ab und werfen sie mit anhaftendem Bewuchs ab – ein normaler Reinigungsvorgang (Fabricius & Alderslade 2001).
    „Weichkorallen brauchen 24–26 °C, pH 8,1–8,4 und mindestens 100 Liter“Wir halten sie bei 24–27 °C, KH 6–8 °dKH und Calcium 380–420 mg/l – wie alle unsere Korallen, vor allem stabil. Eine Mindestbeckengröße gibt es nicht; entscheidend ist der Platz: Lederkorallen werden groß und beschatten, was unter ihnen steht. Weichkorallen vertragen Schwankungen besser als Steinkorallen, mögen sie aber auch nicht.Octocorallia bauen kein massives Kalkskelett, sondern stützen sich auf ledriges Gewebe mit winzigen Kalknadeln (Skleriten); sie sind deshalb weniger von KH und Calcium abhängig als Steinkorallen (Veron 2000; Fabricius & Alderslade 2001).
    „Weichkorallen muss man füttern“Nein. Alle Gattungen hier leben mit ihren Zooxanthellen vom Licht und nehmen feine Partikel aus dem Wasser. Gezielte Gaben von feinem tierischem Plankton werden angenommen, nötig sind sie nicht – zu viel Futter verschlechtert nur die Werte.Zooxanthellate Weichkorallen decken den größten Teil ihres Energiebedarfs über die Photosynthese der Symbionten; die Polypen mit acht gefiederten Tentakeln filtern zusätzlich feine Partikel aus dem Wasser (Fabricius & Alderslade 2001).
    „Weich- und Steinkorallen passen immer zusammen“Mit Abstand ja. Weichkorallen nesseln kaum und sind gegenüber Kehrtentakeln von Euphyllia oder Favia die Leidtragenden; umgekehrt setzen sie sich chemisch und durch Wachstum durch. Berührungen vermeiden, Aktivkohle einsetzen, Xenia und Affenhaar auf eigene Steine – dann funktioniert das Mischbecken.Nesselzellen sind das gemeinsame Merkmal aller Nesseltiere (Cnidaria); Weichkorallen setzen in der Konkurrenz um Platz eher auf chemische Abwehr und Überwachsen als auf Nesseln (Coll 1992).

    So kaufst du bei uns Weich- und Lederkorallen

    • WYSIWYG: Du bekommst genau das Stück auf dem Foto. Ein Quadrat der Lichtrasterplatte misst 1,3 × 1,3 cm, damit du die Größe einschätzen kannst.
    • Fotos unter Blaulicht: Wir fotografieren unter blaulastiger Beleuchtung mit Orangefilter, möglichst realistisch – die Farbwiedergabe bei dir hängt von Licht, Wasserwerten und Strömung ab.
    • Eingewöhnung: Temperatur angleichen und die Koralle zunächst etwas tiefer oder schattiger setzen als am Zielplatz; nach ein bis zwei Wochen höher stellen. Geschlossene Polypen und eine Häutung in den ersten Tagen sind normal.
    • Versand: Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags), getrennt von Technik und Frostfutter. Abholung im Laden in Schwandorf ist jederzeit möglich.
    • Beratung: Ob eine Lederkoralle zu deinem Becken, deinem Platz und deinen Steinkorallen passt, besprechen wir gern vorher – per Telefon, WhatsApp oder im Laden.

    Quellen: Veron, J. E. N. (2000): Corals of the World; Fabricius, K. & Alderslade, P. (2001): Soft Corals and Sea Fans. Australian Institute of Marine Science, Townsville; Coll, J. C. (1992): The chemistry and chemical ecology of octocorals. Chemical Reviews 92: 613–631; PunkCorals-Praxis. Stand: Oktober 2026.

    Grüne Sarcophyton Lederkoralle mit ausgestreckten Polypen

    Sarcophyton: die Pilzlederkoralle

    Sarcophyton ist die Lederkoralle, die wir dauerhaft führen – ein ledriger Stamm mit pilzförmigem Kopf, auf dem sich die kleinen Polypen als dichter Flaum entfalten. In unserer Praxis:

    • Licht und Strömung: mittel und wenig bis mittel, wechselnd; nicht direkt vor eine Pumpe.
    • Werte: nährstoffreich und stabil – in sehr sauberem Wasser bleibt sie klein und blass.
    • Schwierigkeit: leicht, auch für Einsteiger; Farbvarianten mit grünen Polypenspitzen oder zweifarbigem Kopf sind gefragt.
    Sarcophyton Lederkoralle mit orangefarbenem Stiel und hellen Polypen

    Häutung und Terpene: zwei Dinge, die du wissen musst

    Lederkorallen machen zwei Dinge, die Einsteiger erschrecken – beides ist normal, wenn du es einplanst:

    • Häutung: die Koralle bleibt einige Tage geschlossen und stößt eine dünne Haut ab. Kein Krankheitszeichen.
    • Terpene: Lederkorallen geben Stoffe ins Wasser ab, die Steinkorallen beeinträchtigen können. Regelmäßig gewechselte Aktivkohle und ein Abschäumer halten die Belastung gering.
    • Abstand: keine Berührung mit Steinkorallen; gegenüber Kehrtentakeln von LPS sind Weichkorallen die Leidtragenden.

    Aktivkohle findest du unter Aktivkohle.

    Sacrophyton

    Platz: aus dem Ableger wird ein Pilz

    Die meisten Fehler bei Lederkorallen sind Platzfehler. So setzt du sie richtig:

    • Befestigen: mit Korallenkleber auf festen Stein oder in eine Lücke im Aufbau – sonst räumen Einsiedler und Schnecken sie weg.
    • Raum: nach oben und zur Seite – der Pilzkopf beschattet mit den Jahren, was unter ihm steht.
    • Eingewöhnung: zunächst etwas tiefer oder schattiger, nach ein bis zwei Wochen höher; Ableger vom Rand des Kopfs sind einfach.

    Häufige Fragen zu Weich- und Lederkorallen

    Die wichtigsten Antworten aus unserer Praxis zu Haltung, Häutung, Aktivkohle und Ablegern. Weitere Fragen beantworten wir gern telefonisch unter 0173 3820619 oder im Laden in Schwandorf (Öffnungszeiten).

    Ja – Lederkorallen wie Sarcophyton sind in unserer Praxis der leichteste Einstieg in Korallen. Sie kommen mit mittlerem Licht und wenig bis mittlerer Strömung aus, bauen kein Kalkskelett und verzeihen Schwankungen besser als Steinkorallen. Was du einplanen musst, ist Platz: Aus einem handtellergroßen Stück wird über Jahre ein Pilz mit mehreren Dezimetern Durchmesser, der beschattet, was unter ihm steht.

    So halten wir unsere Weich- und Lederkorallen:

    • Temperatur: 24–27 °C.
    • KH / Calcium: 6–8 °dKH und 380–420 mg/l, stabil – weniger kritisch als bei Steinkorallen, weil kein Skelett gebaut wird.
    • Nährstoffe: nährstoffreich – Nitrat ca. 5–20 mg/l, Phosphat 0,05–0,1 mg/l; in sehr sauberem Wasser bleiben Lederkorallen klein und blass.
    • Licht: mittel, in der mittleren Zone; mehr Licht nur mit langsamer Gewöhnung.
    • Strömung: wenig bis mittel und wechselnd, kein Dauerstrahl auf den Kopf – die Strömung hilft, Ablagerungen und die abgestoßene Haut loszuwerden.

    Nein, das ist in der Regel die Häutung. Sarcophyton und Lobophytum stoßen regelmäßig eine dünne, wachsartige Haut ab, um Algen und Ablagerungen loszuwerden. Dabei bleiben sie einige Tage geschlossen und wirken matt oder glänzend; danach öffnen sie sich mit entfalteten Polypen. Auch kurz nach dem Umsetzen ist eine Häutung normal. Prüfe Strömung, Licht und Wasserpflege erst, wenn die Koralle deutlich länger als eine Woche geschlossen bleibt oder Gewebe weich wird.

    Lederkorallen geben Terpene ins Wasser ab – Stoffe, mit denen sie sich gegen Nachbarn behaupten. In kleineren Becken und bei vielen Weichkorallen kann das Steinkorallen beeinträchtigen. Regelmäßig gewechselte Aktivkohle und ein Abschäumer halten die Belastung gering. Berührungen zwischen Leder- und Steinkorallen vermeidest du am besten ganz; mit anderen Weichkorallen sind sie verträglich.

    Ja. Lederkorallen und Bäumchenkorallen klebst du mit Korallenkleber auf einen festen Stein oder setzt sie in eine Lücke im Riffaufbau, sonst räumen Einsiedler und Schnecken sie weg oder die Strömung spült sie los. Der Platz: mittlere Zone, nicht direkt vor einer Pumpe, mit viel Raum nach oben und zur Seite. Xenien und Affenhaar gehören auf einen eigenen Stein – sie wuchern und überwachsen Nachbarn.

    Lederkorallen lassen sich einfach teilen: Ein Stück vom Rand des Pilzkopfs wird mit einem scharfen Skalpell abgeschnitten und mit Gummiband oder Nadel auf einem Ablegerstein fixiert, bis es angewachsen ist. Die Schnittstelle an der Mutterkoralle schließt sich bei stabilen Werten innerhalb weniger Wochen. Bäumchenkorallen und Xenien teilst du über abgeschnittene Zweige oder Stöckchen; Affenhaar wächst von selbst auf benachbartes Gestein über und wird dort abgetrennt. Ableger brauchen danach ein paar Wochen Ruhe an einem schattigeren Platz.

    Dein Aquarium nach Maß planen

    Du hast bereits konkrete Maße oder erst eine erste Idee? Wir beraten dich persönlich zu Aquarium, Unterschrank, Technik und Umsetzung.