Symphyllia

Symphyllia ultra

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Unsere Meerwasserfische werden sorgfältig und dem Tier entsprechend für den Lebendtiertransport verpackt. Der Versand erfolgt mit GO! Express und nach Terminabsprache. Ein Wunschtermin ist möglich.

Zum Schutz der Tiere berücksichtigen wir bei der Versandplanung die zu erwartenden Wetter- und Temperaturbedingungen. Bei großer Hitze, starker Sonneneinstrahlung oder starkem Frost kann der Versand verschoben werden, wenn ein sicherer Transport aus unserer Sicht nicht gewährleistet werden kann.

Besonders bei einzelnen Tieren und kleinen Sendungen ist eine stabile Transporttemperatur anspruchsvoller. Verpackung, Wassermenge und Versand werden deshalb an das Tier und die zu erwartenden Transportbedingungen angepasst.

Das Wohl des Tieres hat bei der Wahl des Versandtermins Vorrang.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Versandbestimmungen.

Symphyllia ultra ist ein WYSIWYG-Stück – du bekommst genau die Koralle auf dem Foto. Symphyllia (Symphyllia sp.) ist eine großpolypige Steinkoralle (LPS) mit dick fleischigem Gewebe, das in gewundenen Tälern über ein massives Skelett wächst – oft in zwei oder drei kräftigen Farben. Sie braucht mittleres Licht, wenig Strömung und stabile Wasserwerte. Das größte Risiko sind zu starke Strömung und schwankende KH.

Haltung auf einen Blick

Merkmal Angabe
Licht mittel (kein direktes Starklicht)
Strömung wenig, gleichmäßig und nicht direkt
Platz im Becken untere Zone, auf Sand oder flachem Gestein, mit Abstand zu Nachbarn
Temperatur 24–27 °C
Nährstoffe nährstoffreich: Nitrat ca. 5–20 mg/l, Phosphat 0,05–0,1 mg/l (unsere Praxis)
KH / Calcium 6–8 °dKH / 380–420 mg/l, stabil
Fütterung nicht nötig, nimmt gern tierisches Plankton und Frostfutter
Nesselt ja, mäßig – das Gewebe bläht sich tagsüber weit über das Skelett hinaus
Schwierigkeit anspruchsvoll (empfindlich bei schwankenden Werten und zu viel Strömung)

Besonderheiten und Wuchs

Symphyllia wächst als massive, flache bis halbkugelige Kolonie. Die Polypen sind zu langen, mäandernden Tälern verschmolzen; entlang der Oberkante der Wände läuft eine feine Rinne, an der sich Symphyllia von der sonst ähnlichen Lobophyllia unterscheiden lässt. Tagsüber bläht sich das fleischige Gewebe weit auf und verdeckt das Skelett, nachts entfalten sich die Polypen in den Tälern. Mit guten Bedingungen wächst die Kolonie langsam vom Rand her und bildet neue Täler.

Licht, Strömung und Platzierung

Mittleres Licht reicht – unter zu starkem Licht bleicht das Gewebe aus und bleibt flach. Die Strömung sollte wenig und gleichmäßig sein: Das aufgeblähte Gewebe darf sich leicht bewegen, aber nicht vom Skelett gedrückt werden, sonst reißt es an den Wänden. Ein Platz in der unteren Zone auf Sand oder einem flachen Stein passt gut, mit Abstand zu Nachbarn, damit das Gewebe Platz zum Aufblähen hat.

Wasserwerte und Fütterung

Wir halten unsere LPS in nährstoffreicherem Wasser: Nitrat um 5–20 mg/l und Phosphat um 0,05–0,1 mg/l sind in Ordnung, wichtig ist, dass die Werte nicht schwanken. KH und Calcium halten wir stabil bei 6–8 °dKH und 380–420 mg/l – sprunghafte KH-Änderungen sind der häufigste Grund für Gewebeverlust an den Wänden. Füttern musst du nicht; die Koralle lebt mit ihren Zooxanthellen vom Licht. Sie nimmt aber gern kleines Frostfutter oder Plankton, wenn du es abends gezielt auf das Gewebe gibst.

Vergesellschaftung und Nesselverhalten

Symphyllia nesselt mäßig; das Risiko für Nachbarn kommt vor allem vom aufgeblähten Gewebe, das tagsüber weit über das Skelett hinausreicht und angrenzende Korallen berührt. Lass daher darüber hinaus einige Zentimeter frei und setze keine stärker nesselnden Korallen wie Euphyllia oder Galaxea in Reichweite. Kaiser- und Falterfische sowie manche Lippfische zupfen am Gewebe; Einsiedler und große Schnecken können es beim Weiden verletzen.

Eingewöhnung und Pflege

Nach dem Transport Temperatur angleichen und die Koralle zunächst etwas schattiger setzen als am Zielplatz; nach ein bis zwei Wochen kannst du sie höher stellen. Flach anliegendes Gewebe in den ersten Tagen ist normal. Ableger sind möglich, indem du die Kolonie zwischen den Tälern mit einer Trennscheibe teilst; der Schnittrand braucht stabile Werte, um wieder zuzuwachsen. Bei Gewebeverlust zuerst KH, Strömung und Licht prüfen.

Informationen zum angebotenen Tier

Du bekommst genau das Stück auf dem Foto (WYSIWYG). Ein Quadrat der Lichtrasterplatte misst 1,3 × 1,3 cm, damit du die Größe einschätzen kannst. Wir fotografieren unter blaulastiger Beleuchtung mit Orangefilter und achten auf eine möglichst realistische Darstellung – die Farbwiedergabe bei dir hängt von Licht, Wasserwerten und Strömung ab. Aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit siehe oben; Fragen zum Stück beantworten wir gern vorher per WhatsApp oder Telefon.

Versand und Beratung

Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags). Einzelheiten stehen in unseren Versandbedingungen. Ob eine Symphyllia zu deinem Becken und deinem Besatz passt, besprechen wir gern vorher.

Häufige Fragen

Wo stelle ich eine Symphyllia am besten hin?

Unten im Becken, auf Sand oder einen flachen Stein, wo wenig und gleichmäßige Strömung herrscht. Direkte Strömung aus einer Pumpe lässt das fleischige Gewebe nicht aufblähen und schädigt es auf Dauer.

Muss ich meine Symphyllia füttern?

Nein. Sie lebt über ihre Zooxanthellen vom Licht. Sie nimmt aber gern kleines Frostfutter oder Plankton an, wenn du es abends gezielt auf das Gewebe gibst – die Mundöffnungen liegen in den Tälern.

Warum bläht sich meine Symphyllia nicht mehr auf?

In den ersten Tagen nach dem Umsetzen ist das normal. Bleibt sie länger flach, prüfe Strömung (zu direkt), Licht (zu stark) und KH-Schwankungen – und ob ein Fisch oder eine Garnele an ihr zupft.

Wie viel Abstand braucht eine Symphyllia?

Rechne mit dem aufgeblähten Gewebe, das tagsüber deutlich über das Skelett hinausreicht, und lass darüber hinaus einige Zentimeter frei. Zu stärker nesselnden Nachbarn wie Euphyllia gehört mehr Abstand.

Quellen

Veron, J. E. N. (2000): Corals of the World · PunkCorals-Praxis. Fachlich geprüft: Oktober 2026.

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