SPS-Korallen - Kleinpolypige Steinkorallen – WYSIWYG

SPS-Korallen – kleinpolypige Steinkorallen wie Montipora, Stylophora, Pocillopora, Seriatopora und Acropora – als WYSIWYG-Stücke: Du bekommst genau die Koralle auf dem Foto, mit Lichtrasterplatte und Haltungstabelle. SPS halten wir anders als alle anderen Korallengruppen nährstoffarm (Nitrat 0–3 mg/l, Phosphat 0–0,03 mg/l), unter viel Licht und in starker, wechselnder Strömung – sie gehören in ein eingefahrenes Becken mit stabilen Werten. Montipora und Stylophora sind in unserer Praxis der Einstieg, Acropora kommt danach. Lebendtierversand mit Terminabsprache oder Abholung in Schwandorf.

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    Montipora ultra red (Bali)
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    SPS-Gattungen im Überblick

    SPS (Small Polyp Stony Corals) sind kleinpolypige Steinkorallen – ein Handelsbegriff für Steinkorallen mit winzigen Polypen und meist verzweigtem oder plattigem Skelett. Für alle gilt bei uns: Temperatur 24–27 °C, KH 6–8 °dKH, Calcium 380–420 mg/l, nährstoffarm (Nitrat 0–3 mg/l, Phosphat 0–0,03 mg/l) und vor allem stabil. Füttern musst du nicht. Unsere Werte stammen aus der Praxis mit Montipora; für die übrigen Gattungen stehen hier allgemeine SPS-Werte. Welche Gattungen gerade verfügbar sind, zeigt die Produktliste – dauerhaft führen wir vor allem Montipora und Stylophora.

    GattungLichtStrömungNesseltSchwierigkeit
    Montiporaviel (obere bis mittlere Zone)hoch, wechselnd, nicht nur aus einer Richtungkaum – wird eher von Nachbarn verdrängtanspruchsvoll – in unserer Praxis der Einstieg in SPS; gilt als etwas robuster als Acropora
    Stylophoraviel (allgemeine SPS-Werte)hoch, wechselnd (allgemeine SPS-Werte)kaumanspruchsvoll – in unserer Praxis ein Einstieg in SPS
    Pocilloporaviel (allgemeine SPS-Werte)hoch, wechselnd (allgemeine SPS-Werte)kaumanspruchsvoll – in unserer Praxis ein Einstieg in SPS
    Seriatoporaviel (allgemeine SPS-Werte)hoch, wechselnd (allgemeine SPS-Werte)kaum – dünne Äste brechen leichtanspruchsvoll – in unserer Praxis ein Einstieg in SPS
    Acroporaviel (allgemeine SPS-Werte)hoch, wechselnd (allgemeine SPS-Werte)kaumanspruchsvoll – in unserer Praxis erst nach Erfahrung mit anderen SPS

    Händleraussage · Praxis · Wissenschaft

    Zu SPS kursieren viele Zahlen. Hier die häufigsten Aussagen, was wir in unserer Praxis sehen und was die Wissenschaft dazu sagt.

    Oft zu lesenUnsere PraxisWissenschaft
    „SPS brauchen Nullwasser“Nein – SPS brauchen nährstoffarmes, aber kein nährstofffreies Wasser. Wir halten sie bei Nitrat 0–3 mg/l (bis etwa 5 mg/l) und Phosphat 0–0,03 mg/l: messbar und vor allem konstant. Ein Becken mit Nullwerten und Ausreißern ist für SPS schlechter als eines mit niedrigen, stabilen Werten. Alle anderen Korallengruppen halten wir nährstoffreicher.Riffbildende Korallen leben in Symbiose mit Zooxanthellen, die Photosyntheseprodukte liefern; die Symbionten brauchen dafür Stickstoff und Phosphor (Veron 2000). Ein Minimum an Nährstoffen ist deshalb Voraussetzung, nicht Problem.
    „SPS brauchen 250–500 PAR“Wir geben keine PAR-Werte an, weil sie ohne Messgerät niemandem helfen. Unsere SPS stehen unter starkem Licht in der oberen bis mittleren Zone – nach dem Umsetzen aber zunächst tiefer, und dann über ein bis zwei Wochen höher. Zu abrupt unter Starklicht gestellt bleichen SPS aus; zu wenig Licht macht sie braun.Acropora, Montipora und die Pocilloporidae besiedeln im Riff vor allem lichtreiche Riffdächer und obere Hänge (Veron 2000). Die Färbung hängt von der Dichte der Zooxanthellen und von fluoreszierenden Proteinen im Gewebe ab; unter zu starkem Licht reduziert die Koralle Symbionten und bleicht aus (allgemeine Korallenbiologie).
    „Für schnelles Wachstum KH auf 8–10 anheben“Wir halten SPS bei KH 6–8 °dKH und Calcium 380–420 mg/l – nah am natürlichen Meerwasser. Entscheidend ist nicht der hohe Wert, sondern dass er nicht schwankt: Sprunghafte KH-Änderungen sind in unserer Praxis der häufigste Grund für Gewebeverlust an Basis und Astspitzen.Steinkorallen bauen ihr Skelett aus Aragonit (Calciumcarbonat) und entnehmen dem Wasser Calcium und Karbonat (Veron 2000). Natürliches Riffwasser liegt bei etwa 7 °dKH und rund 400 mg/l Calcium – höhere Werte beschleunigen das Wachstum nicht automatisch.
    „SPS sind nur etwas für Profis“SPS brauchen viel Licht, hohe Strömung und stabile, nährstoffarme Werte – also ein eingefahrenes Becken, nicht das erste Vierteljahr. Wer das hat, kann mit Montipora, Stylophora, Pocillopora oder Seriatopora anfangen; Acropora kommt in unserer Praxis danach.„SPS“ und „LPS“ sind Handelsbegriffe, keine wissenschaftlichen Gruppen. Veron (2000) ordnet die Gattungen nach Familien: Acropora und Montipora stehen in den Acroporidae, Pocillopora, Stylophora und Seriatopora in den Pocilloporidae – die Polypengröße sagt nichts über die Verwandtschaft.
    „SPS muss man füttern, damit sie bunt werden“Füttern musst du nicht – SPS leben mit ihren Zooxanthellen vom Licht, die winzigen Polypen nehmen allenfalls feinste Partikel auf. Die Farben kommen von Licht und stabilen Werten; zu viel Futter treibt nur Nitrat und Phosphat nach oben, und dann werden SPS braun.Zooxanthellate Korallen decken den größten Teil ihres Energiebedarfs über die Photosynthese der Symbionten, ergänzen ihn aber durch Planktonfang (Veron 2000). Die leuchtenden Farben stammen aus körpereigenen fluoreszierenden Proteinen, das Braun aus den Zooxanthellen (allgemeine Korallenbiologie).
    „SPS nesseln nicht, die kann man überall hinsetzen“SPS nesseln kaum – sie sind eher die Leidtragenden. Kehrtentakel von LPS wie Euphyllia, Favia oder Chalice verätzen SPS-Gewebe in Reichweite, deshalb Abstand. Untereinander konkurrieren SPS über das Wachstum: Montipora-Platten überwachsen langsamere Nachbarn. Neue Stücke prüfen wir auf Acropora-fressende Strudelwürmer und Montipora-fressende Nacktschnecken.Nesselzellen sind das gemeinsame Merkmal aller Nesseltiere (Cnidaria); Kehrtentakel sind ein Mechanismus der Konkurrenz um Platz im Riff (allgemeine Korallenbiologie). Schnell wachsende Acroporidae gewinnen diese Konkurrenz im Riff meist über Wachstum und Beschattung (Veron 2000).

    So kaufst du bei uns SPS-Korallen

    • WYSIWYG: Du bekommst genau das Stück auf dem Foto. Ein Quadrat der Lichtrasterplatte misst 1,3 × 1,3 cm, damit du Größe und Wuchsform einschätzen kannst.
    • Fotos unter Blaulicht: Wir fotografieren unter blaulastiger Beleuchtung mit Orangefilter, möglichst realistisch – gerade bei SPS hängt die Farbwiedergabe bei dir stark von Licht, Nährstoffen und Strömung ab.
    • Eingewöhnung: Temperatur angleichen und die Koralle zunächst tiefer setzen als am Zielplatz; über ein bis zwei Wochen höher stellen. Blasse Farben in den ersten Wochen sind normal.
    • Versand: Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags), getrennt von Technik und Frostfutter. Abholung im Laden in Schwandorf ist jederzeit möglich.
    • Beratung: Ob dein Becken schon so weit ist und welche SPS zu deinem Licht und deiner Strömung passt, besprechen wir gern vorher – per Telefon, WhatsApp oder im Laden.

    Quellen: Veron, J. E. N. (2000): Corals of the World; PunkCorals-Praxis. Stand: Oktober 2026.

    Korallenableger Montipora Flamming Phönix

    Montipora: der Einstieg in SPS

    Montipora ist nach Acropora die artenreichste Steinkorallengattung – Platten, Krusten und Äste mit samtiger Oberfläche. In unserer Praxis der Einstieg in SPS:

    • Licht und Strömung: viel Licht in der oberen bis mittleren Zone, hohe wechselnde Strömung.
    • Werte: nährstoffarm und stabil – KH-Sprünge zeigen sich zuerst an Basis und Rand.
    • Platz: Platten und Äste werden schnell groß und überwachsen langsamere Nachbarn.

    Alle Stücke unter Montipora.

    Stylophora Milka Koralle in Blau-Violett mit hellen Astspitzen

    Stylophora, Pocillopora, Seriatopora: kompakte Buschkorallen

    Die drei Gattungen der Pocilloporidae wachsen buschig mit kräftigen (Stylophora, Pocillopora) oder feinen, spitzen Ästen (Seriatopora) und gelten im Handel als robustere SPS. Was für sie gilt:

    • Allgemeine SPS-Werte: viel Licht, hohe wechselnde Strömung, nährstoffarm und stabil.
    • Einstieg: in unserer Praxis gut als erste SPS geeignet, wenn das Becken eingefahren ist.
    • Vorsicht: dünne Seriatopora-Äste brechen leicht – Bruchstücke lassen sich als Ableger aufkleben.

    Alle Stücke unter Stylophora, Pocillopora und Seriatopora.

    Montipora grafted Koralle in Grün und Orange auf Gitterrost

    Nährstoffarm heißt nicht Nullwasser

    SPS sind die einzige Korallengruppe, die wir nährstoffarm halten – alle anderen stehen nährstoffreicher. Was das heißt:

    • Nitrat 0–3 mg/l, Phosphat 0–0,03 mg/l: messbar, aber niedrig – und vor allem konstant.
    • KH 6–8 °dKH, Calcium 380–420 mg/l: nah am Meerwasser; keine Sprünge.
    • SPS und LPS im selben Becken: dann fährst du einen Mittelweg und stellst die LPS in die weniger beleuchteten Zonen.

    Produkte zur Versorgung unter Mengenelemente (KH, Ca, Mg).

    Häufige Fragen zu SPS-Korallen

    Die wichtigsten Antworten aus unserer Praxis zu Licht, Wasserwerten, Strömung und Eingewöhnung. Weitere Fragen beantworten wir gern telefonisch unter 0173 3820619 oder im Laden in Schwandorf (Öffnungszeiten).

    Montipora, Stylophora, Pocillopora und Seriatopora sind in unserer Praxis der Einstieg in SPS – sie verzeihen etwas mehr als Acropora, die wir erst empfehlen, wenn die ersten SPS ein halbes Jahr gut gewachsen sind. Voraussetzung ist in jedem Fall ein eingefahrenes Becken mit stabilen Werten, viel Licht und starker Strömung; das erste Vierteljahr eines neuen Beckens ist kein Platz für SPS. Welches Stück zu deinem Becken passt, besprechen wir gern vorher.

    So halten wir unsere SPS:

    • Temperatur: 24–27 °C.
    • KH / Calcium: 6–8 °dKH und 380–420 mg/l, vor allem stabil.
    • Nährstoffe: nährstoffarm – Nitrat 0–3 mg/l (bis etwa 5 mg/l), Phosphat 0–0,03 mg/l, aber messbar; Nullwerte mit Ausreißern sind schlechter als niedrige konstante Werte.

    Sprunghafte KH-Änderungen sind in unserer Praxis der häufigste Grund für Gewebeverlust an Basis und Astspitzen. Produkte zur Versorgung findest du unter Mengenelemente (KH, Ca, Mg).

    Viel. SPS gehören in die obere bis mittlere Zone unter starkes Licht; dort zeigen sie die kräftigsten Farben. Zu wenig Licht macht sie braun, zu abrupt unter Starklicht gestellt bleichen sie aus. Deshalb neue Stücke zunächst tiefer setzen und über ein bis zwei Wochen höher stellen. Dass sich die Farbe nach dem Umsetzen zunächst verändert, ist normal – unter deinem Licht und deinen Werten pendelt sie sich neu ein. Passende Lampen findest du unter Beleuchtung.

    Die Strömung versorgt die winzigen Polypen mit Sauerstoff und Partikeln und hält Schleim und Ablagerungen vom Gewebe fern. SPS brauchen hohe, wechselnde Strömung, möglichst nicht nur aus einer Richtung – ein harter Dauerstrahl direkt auf die Koralle ist dagegen ungünstig. Mit dem Wachstum schirmen dicht verzweigte Kolonien ihr Inneres ab; prüfe die Strömung deshalb nach einigen Monaten erneut. Pumpen findest du unter Strömungspumpen.

    Auf festes Gestein in der oberen bis mittleren Zone, mit Platz nach außen – Montipora-Platten und Acropora-Äste werden deutlich größer. Nach dem Transport Temperatur angleichen und die Koralle ohne lange Tröpfchenmethode einsetzen, zunächst tiefer als am Zielplatz. Halte Abstand zu nesselnden LPS wie Euphyllia, Favia und Chalice, denn SPS sind gegenüber Kehrtentakeln die Leidtragenden. Beobachte in den ersten Wochen Polypenbild, Gewebe und Farbe – sie zeigen dir, ob Licht und Strömung passen.

    Nein. SPS leben mit ihren Zooxanthellen vom Licht; die kleinen Polypen nehmen allenfalls feinste Partikel aus dem Wasser. Wichtiger als Futter sind Licht, Strömung und stabile Werte. Zu viel Futter treibt Nitrat und Phosphat nach oben – und dann werden SPS braun. Wenn du füttern willst, dann sparsam und mit sehr feinem Plankton aus Korallenfutter & Plankton.

    Bei Acropora Acropora-fressende Strudelwürmer (AEFW), bei Montipora kleine, gut getarnte Nacktschnecken, die weiße Fraßstellen hinterlassen – neue Stücke deshalb absuchen. Gewebeverlust von der Basis oder den Spitzen her (STN/RTN) hat in unserer Praxis meist keine Krankheit als Ursache, sondern KH-Sprünge, zu abrupt geändertes Licht oder zu wenig Strömung. Prüfe in dieser Reihenfolge: KH, Licht, Strömung, zupfende Fische. Bei Zweifeln schick uns ein Foto per WhatsApp.

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