Sacrophyton

grün - Sacrophyton - Lederkoralle

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Sarcophyton Australien grün - Lederkoralle (3) ist ein WYSIWYG-Stück – du bekommst genau die Koralle auf dem Foto. Das Stück ist grün gefärbt. Sarcophyton (Pilzlederkorallen) sind Weichkorallen: Sie bauen kein Kalkskelett, sondern einen ledrigen Stamm mit pilzförmigem Kopf, auf dem sich die kleinen Polypen entfalten. Sie gelten als leicht, kommen mit mittlerem Licht und wenig bis mittlerer Strömung aus und eignen sich gut für Einsteiger. Das größte Risiko ist nicht die Haltung, sondern die Wirkung auf die Nachbarn: Lederkorallen geben Terpene ins Wasser ab.

PunkCorals-Hinweis: Sarcophyton häutet sich regelmäßig: Die Koralle bleibt dann einige Tage geschlossen und stößt eine dünne Haut ab – das ist normal und kein Krankheitszeichen. Lederkorallen sondern Terpene ab; setze Aktivkohle ein und betreibe einen Abschäumer, wenn Steinkorallen im selben Becken stehen.

Haltung auf einen Blick

Merkmal Angabe
Licht mittel (in unserer Praxis; verträgt auch mehr, dann langsam gewöhnen)
Strömung wenig bis mittel, wechselnd, nicht direkt auf die Koralle
Platz im Becken mittlere Zone, mit viel Platz zum Wachsen
Temperatur 24–27 °C
Nährstoffe nährstoffreich: Nitrat ca. 5–20 mg/l, Phosphat 0,05–0,1 mg/l (unsere Praxis)
KH / Calcium 6–8 °dKH / 380–420 mg/l, stabil
Fütterung nicht nötig, nimmt gern feines tierisches Plankton
Nesselt kaum – sondert aber Terpene ins Wasser ab (Aktivkohle, Abschäumer)
Schwierigkeit leicht, auch für Einsteiger

Besonderheiten und Wuchs

Sarcophyton gehört zu den Lederkorallen (Alcyoniidae) und damit zu den Weichkorallen: Statt eines Kalkskeletts stützt sich die Kolonie auf ein ledriges Gewebe mit winzigen Kalknadeln. Der Wuchs ist pilzförmig – ein Stamm trägt einen Kopf mit gewelltem Rand, auf dessen Oberseite die Polypen sitzen. Die Polypen haben wie bei allen Weichkorallen acht gefiederte Tentakel und entfalten sich bei gutem Zustand tagsüber als dichter Flaum; Farbvarianten mit andersfarbigen Polypenspitzen („green Tips“) oder zweifarbigem Kopf sind im Handel gefragt. Lederkorallen häuten sich regelmäßig: Sie bleiben einige Tage geschlossen, stoßen eine dünne, wachsartige Haut ab und öffnen sich danach wieder. Bei guten Bedingungen wachsen sie über Jahre zu großen Pilzen heran.

Licht, Strömung und Platzierung

In unserer Praxis steht Sarcophyton unter mittlerem Licht gut; mehr Licht verträgt sie, wenn du sie langsam daran gewöhnst – zu abrupt gestellt bleibt sie längere Zeit geschlossen. Die Strömung sollte wenig bis mittel und möglichst wechselnd sein: Sie hilft der Koralle, Ablagerungen und die abgestoßene Haut loszuwerden, ein harter Dauerstrahl auf den Kopf lässt die Polypen aber eingezogen. Ein Platz in der mittleren Zone auf festem Untergrund passt, mit viel Raum nach oben und zur Seite – der Pilzkopf wird mit den Jahren groß und beschattet, was unter ihm steht.

Wasserwerte und Fütterung

Wir halten Weichkorallen in nährstoffreicherem Wasser: Nitrat um 5–20 mg/l und Phosphat um 0,05–0,1 mg/l sind in Ordnung, in sehr sauberem Wasser bleiben Lederkorallen oft klein und blass. KH und Calcium halten wir stabil bei 6–8 °dKH und 380–420 mg/l; da Sarcophyton kein Skelett baut, ist sie dabei weniger empfindlich als Steinkorallen. Füttern musst du nicht – die Koralle lebt mit ihren Zooxanthellen vom Licht und nimmt feine Partikel aus dem Wasser; gezielte Gaben von feinem tierischem Plankton werden angenommen. Wichtig ist die Wasserpflege: Lederkorallen sondern Terpene ab, die sich im Becken anreichern. Regelmäßig gewechselte Aktivkohle und ein Abschäumer halten die Belastung für Steinkorallen gering.

Vergesellschaftung und Nesselverhalten

Sarcophyton nesselt kaum und ist gegenüber Kehrtentakeln von LPS wie Euphyllia oder Favia die Leidtragende – dazu gehört Abstand. Gegen Nachbarn setzt sie sich chemisch durch: Die abgegebenen Terpene können nahe stehende Steinkorallen beeinträchtigen, vor allem in kleinen Becken mit vielen Weichkorallen. Berührungen mit anderen Korallen vermeiden; mit anderen Weich- und Lederkorallen ist sie verträglich. Große Kolonien beschatten, was unter ihnen steht. Kaiser- und Falterfische sowie manche Lippfische zupfen an den Polypen; Einsiedler und große Schnecken können den Pilzkopf beim Weiden verletzen.

Eingewöhnung und Pflege

Nach dem Transport Temperatur angleichen und die Koralle zunächst etwas tiefer oder schattiger setzen als am Zielplatz; nach ein bis zwei Wochen kannst du sie höher stellen. Geschlossene Polypen in den ersten Tagen sind normal, ebenso eine Häutung kurz nach dem Umsetzen. Ableger sind einfach: Ein Stück vom Rand des Kopfs wird mit einem scharfen Skalpell abgeschnitten und mit Gummiband oder Nadel auf einem Ablegerstein fixiert, bis es angewachsen ist. Bleibt die Koralle deutlich länger als eine Woche geschlossen oder wird Gewebe weich, prüfe Strömung, Licht und die Wasserpflege (Aktivkohle, Wasserwechsel).

Herkunft

Das Stück stammt laut unserer Einfuhr aus Australien.

Informationen zum angebotenen Tier

Du bekommst genau das Stück auf dem Foto (WYSIWYG). Ein Quadrat der Lichtrasterplatte misst 1,3 × 1,3 cm, damit du die Größe einschätzen kannst. Wir fotografieren unter blaulastiger Beleuchtung mit Orangefilter und achten auf eine möglichst realistische Darstellung – die Farbwiedergabe bei dir hängt von Licht, Wasserwerten und Strömung ab. Aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit siehe oben; Fragen zum Stück beantworten wir gern vorher per WhatsApp oder Telefon.

Versand und Beratung

Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags). Einzelheiten stehen in unseren Versandbedingungen. Ob eine Sarcophyton zu deinem Becken und deinem Besatz passt, besprechen wir gern vorher.

Häufige Fragen

Meine Sarcophyton ist geschlossen und hat eine glänzende Haut – ist sie krank?

Nein, das ist in der Regel die Häutung. Lederkorallen stoßen regelmäßig eine dünne Wachsschicht ab, um Algen und Ablagerungen loszuwerden. Dabei bleiben sie einige Tage geschlossen und wirken matt oder glänzend; danach öffnen sie sich mit entfalteten Polypen. Prüfe nur dann Wasserwerte und Strömung, wenn sie deutlich länger als eine Woche geschlossen bleibt oder Gewebe weich wird.

Warum sollte ich bei Lederkorallen Aktivkohle einsetzen?

Sarcophyton geben Terpene ins Wasser ab – Stoffe, mit denen sie sich gegen Nachbarn behaupten. In kleineren Becken und bei vielen Weichkorallen kann das Steinkorallen beeinträchtigen. Regelmäßig gewechselte Aktivkohle und ein Abschäumer halten die Belastung gering.

Wie viel Platz braucht eine Sarcophyton?

Mehr, als man zunächst denkt: Aus einem handtellergroßen Stück kann über Jahre ein Pilz mit einem Durchmesser von mehreren Dezimetern werden. Plane Raum nach oben und zur Seite ein und setze sie nicht direkt neben Steinkorallen, die sie beschatten oder berühren könnte.

Kann ich von meiner Sarcophyton Ableger nehmen?

Ja, Lederkorallen lassen sich einfach vermehren: Ein Stück vom Rand des Pilzkopfs wird mit einem scharfen Skalpell abgeschnitten und mit Gummiband oder Nadel auf einem Ablegerstein fixiert, bis es angewachsen ist. Die Schnittstelle an der Mutterkoralle schließt sich bei stabilen Werten innerhalb weniger Wochen.

Quellen

Veron, J. E. N. (2000): Corals of the World (Systematik Octocorallia) · PunkCorals-Praxis. Fachlich geprüft: Oktober 2026.

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