Der Gelbbrust-Lippfisch (Anampses twistii) ist ein ruhiger Perllippfisch, der im Indopazifik zwischen großen Korallen über Geröll, Fels und Sand lebt. Mit bis zu 18 cm ist er ein Nahrungsspezialist für eingefahrene Riffaquarien ab 600 Litern und erfahrene Halter. Größtes Risiko ist die Eingewöhnung nach dem Import, die oft rund vier Wochen dauert.
PunkCorals-Hinweis: Nur gut eingewöhnte Tiere kaufen, die zuverlässig fressen. Braucht feinen Sand (ab 4 cm), ein eingefahrenes Aquarium mit Mikrofauna und eine lückenlose Abdeckung.
Haltungsprofil
Herkunft
- Herkunft: Rotes Meer, Indischer Ozean, Pazifik bis Tuamotu und Ryukyu-Inseln
- Herkunftsart: Wildfang
Haltung & Aquarienanforderungen
- Endgröße: 18 cm
- Empfohlene Aquariengröße: 600 l
- Empfohlene Aquarienlänge: 150 cm
- Schwimmaktivität: mittel (ruhiger Bodenschwimmer)
- Temperatur: 24–27 °C
- Salinität: 1,022–1,025
- Habitat: zwischen großen Korallen über Geröll, Fels und Sand
- Tiefenbereich: 5–30 m
Verhalten & Vergesellschaftung
- Aggressivität: gering
- Innerartliche Haltung: Einzelhaltung und Paarhaltung möglich
- Gruppenhaltung: einzeln oder 1 Männchen mit Weibchen; nie 2 Männchen einer Art
- Vergesellschaftung: Korallen in der Regel unproblematisch; sehr kleine Garnelen und Schnecken gefährdet. Nur mit ruhigen Fischen ohne starke Futterkonkurrenz vergesellschaften.
- Aggressionsauslöser: Männchen derselben Art. Selbst eher Opfer als Täter: leidet unter hektischen oder dominanten Mitbewohnern.
Ernährung
- Natürliche Ernährungsstrategie: kleine Wirbellose und Kleinkrebse
- Fütterung im Aquarium: Mysis, Copepoden, Artemia und feines Granulat
Eingewöhnung & Gesundheit
- Eingewöhnung: sehr empfindlich (Transport, Stress, Futter); nach Import oft ca. 4 Wochen bis er gut frisst
Recht & Artenschutz
- Rechtsstatus Deutschland: frei
Besonderheiten und Verhalten
Anampses twistii lebt zwischen großen Korallen über Geröll, Fels und Sand. Jungtiere schwimmen zur Tarnung mit dem Kopf nach unten und gespreizten Flossen. Perllippfische sind ruhige, ausgeglichene und außergewöhnlich schöne Fische, die tagsüber nach Kleintieren suchen und nachts im Sand schlafen. Sie sind selten zu bekommen.
Ernährung im Aquarium
In der Natur frisst er kleine Wirbellose und Kleinkrebse. Wichtig sind ein eingefahrenes Aquarium mit viel Mikrofauna (Copepoden, Flohkrebse) und mehrmals täglich kleine Portionen feines Frostfutter wie Mysis, Copepoden und Artemia; gut eingewöhnte Tiere nehmen auch feines Granulat. Aquarien mit Lippfischen haben nach unserer Erfahrung deutlich weniger Borstenwürmer – welche Art sie frisst, lässt sich aber nicht sagen.
Sozialverhalten und Vergesellschaftung
Ein ruhiger, ausgeglichener Fisch, der selbst eher Opfer als Täter ist und unter hektischen oder dominanten Mitbewohnern leidet. Halte ihn einzeln oder ein Männchen mit einem oder mehreren Weibchen – nie zwei Männchen derselben Art. Nur mit ruhigen Fischen vergesellschaften, die ihm beim Fressen keine Konkurrenz machen.
Aquarium und Einrichtung
Ab etwa 600 Liter und 150 cm Länge, eingefahren und mit viel Mikrofauna. Nachts gräbt er sich im Sand ein – feiner Sand, mindestens 4 cm hoch, ist Pflicht. Dazu ein strukturierter Riffaufbau und eine lückenlose Abdeckung.
Eingewöhnung und Gesundheit
Perllippfische und Leopardjunker sind besonders empfindlich gegenüber Transport, Stress und Futterumstellung. Nach dem Import brauchen sie oft rund vier Wochen, bis sie gut fressen und sich erholt haben. Kaufe deshalb nur gut eingewöhnte Tiere, die zuverlässig fressen. Das Aquarium muss lückenlos abgedeckt sein, denn frisch eingesetzte Lippfische springen gut.
Riffverträglichkeit
Korallen lässt er in Ruhe. Sehr kleine Garnelen und Schnecken können gefressen werden, größere Garnelen bleiben in der Regel unbehelligt; mit Putzergarnelen ist er meist haltbar.
Herkunft und natürlicher Lebensraum
Rotes Meer, Indischer Ozean, Pazifik bis Tuamotu, Ryukyu-Inseln; zwischen großen Korallen über Geröll, Fels und Sand, in 5–30 m Tiefe (FishBase). Unsere Tiere sind Wildfänge.
Informationen zum angebotenen Tier
Das Foto ist ein Beispielbild der Art. Alle Fische durchlaufen bei uns mindestens 14 Tage Quarantäne bzw. bleiben so lange, bis sie sichtbar gut genährt sind. Nach unserer Eingewöhnung fressen unsere Tiere in der Regel Flocken- und Granulatfutter – der Gelbbrust-Lippfisch ist aber ein Nahrungsspezialist, bei ihm zählt, dass er feines Frostfutter und Mikrofauna zuverlässig annimmt. Liefergröße, aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit siehe oben; Fragen zum konkreten Tier beantworten wir gern vorher per WhatsApp oder Telefon.
Versand und Beratung
Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags). Einzelheiten stehen in unseren Versandbedingungen. Ob ein Gelbbrust-Lippfisch zu deinem Besatz passt, besprechen wir gern vorher.
Häufige Fragen
Ist der Gelbbrust-Lippfisch für Anfänger geeignet?
Nein. Perllippfische und Leopardjunker sind empfindlich gegenüber Transport, Stress und Futterumstellung und brauchen nach dem Import oft rund vier Wochen, bis sie stabil fressen. Sie gehören in eingefahrene Aquarien erfahrener Halter.
Braucht Anampses twistii ein Sandbett?
Ja. Er gräbt sich nachts im Sand ein – feiner Sand, mindestens 4 cm hoch, ist Pflicht.
Was frisst der Gelbbrust-Lippfisch im Aquarium?
Mehrmals täglich kleine Portionen feines Frostfutter wie Mysis, Copepoden und Artemia, dazu Mikrofauna aus einem eingefahrenen Aquarium. Gut eingewöhnte Tiere nehmen in der Regel auch feines Granulat.
Warum schwimmen Jungtiere mit dem Kopf nach unten?
Das ist Tarnverhalten: Junge Gelbbrust-Lippfische schwimmen mit dem Kopf nach unten und gespreizten Flossen.
Quellen
FishBase (Froese & Pauly): Anampses twistii · PunkCorals-Praxis. Fachlich geprüft: Oktober 2026.