Der Rotbinden-Fahnenbarsch (Pseudanthias cooperi, Synonym Pseudanthias kashiwae, im Handel auch Dreifarbiger Fahnenbarsch) ist ein Planktonfresser strömungsreicher Steilhänge und wird bis 14 cm groß. Er eignet sich für erfahrene Aquarianer mit großen Riffaquarien ab 800 l und ruhigem Besatz. Voraussetzung ist eine Gruppe ab 6–8 Tieren mit einem Männchen und mehrmals tägliche Fütterung mit kleinem Frostfutter; das größte Risiko sind in unserer Praxis die innerartlichen Rangkämpfe, die oft tödlich enden.
PunkCorals-Hinweis: Starke Rangordnung – Alpha-Weibchen aggressiv, Rangkämpfe oft tödlich, auch in sehr großen Aquarien. Als Gruppe ab 6–8 Tieren (1 Männchen, mehrere Weibchen) halten und mehrmals täglich feines Futter geben. UV-C ca. 8 W pro 100 l. Lückenlose Abdeckung.
Besonderheiten und Verhalten
Männchen tragen eine rote Binde in der Körpermitte. Der im Handel als Pseudanthias kashiwae oder „Dreifarbiger Fahnenbarsch“ angebotene Fisch gehört laut FishBase zur selben Art – kashiwae ist nur ein älterer Name (Synonym) von Pseudanthias cooperi. Fahnenbarsche (Anthias) stammen aus dem Indopazifik und leben als Planktonfresser im Freiwasser vor Riffhängen; im Meer leben sie in großen Schulen, echte Schwarmfische sind aber nicht alle Arten. Fast alle Fahnenbarsche kommen als Weibchen zur Welt; fehlt ein Männchen, wandelt sich das ranghöchste Weibchen um.
Ernährung im Aquarium
Besonders wichtig bei den empfindlicheren Fahnenbarschen: Sie lieben rotes Plankton und Cyclops, also kleines Frostfutter. Davon muss entsprechend oft über den Tag verteilt gefüttert werden. Als Planktonfresser braucht er mehrmals täglich kleine Portionen feines Frostfutter wie Copepoden, Mysis und Artemia sowie feines Granulat.
Sozialverhalten und Vergesellschaftung
Achtung: In unserer Praxis zeigt er eine starke Rangordnung in der Gruppe. Alpha-Weibchen sind besonders aggressiv, und es kommt häufig zu Rangkämpfen, die oft tödlich enden. Selbst in sehr großen Aquarien mit 2.000 Litern kommt die Gruppe in unserer Praxis innerartlich nie ganz zur Ruhe. Wir empfehlen bei allen Fahnenbarschen eine Gruppe ab 6–8 Tieren (ein Männchen, mehrere Weibchen), die gleichzeitig eingesetzt werden. Gegenüber anderen Fischen ist er friedlich; nicht mit großen, gierigen Fressern oder Fischräubern halten.
Aquarium und Einrichtung
Biete viel Platz und Sichtschutz, freien Schwimmraum mit Strömung und Verstecke im Gestein, in die sich die Tiere bei Gefahr und nachts zurückziehen. Er springt gut – das Aquarium sollte lückenlos abgedeckt sein.
Eingewöhnung und Gesundheit
Wir empfehlen einen UV-C-Klärer mit ca. 8 Watt pro 100 Liter Aquarienwasser – bei den empfindlicheren Fahnenbarschen lieber etwas mehr als bei robusten Arten. Beobachte die Gruppe besonders in den ersten Wochen genau und füttere mehrmals täglich.
Riffverträglichkeit
Korallen lässt er in Ruhe, Garnelen ebenfalls. Mit Putzergarnelen ist er in der Regel problemlos haltbar.
Herkunft und natürlicher Lebensraum
Der Rotbinden-Fahnenbarsch lebt in kleinen, lockeren Gruppen an strömungsreichen Steilhängen, meist tiefer als 20 m (10–91 m); Jungtiere leben in flacheren Küstenriffen. Verbreitungsgebiet: Ostafrika, Indischer Ozean, Pazifik bis Samoa und Line Islands, Südjapan, Great Barrier Reef. Unsere Tiere sind Wildfänge.
Informationen zum angebotenen Tier
Das Foto ist ein Beispielbild der Art. Alle Fische durchlaufen bei uns mindestens 14 Tage Quarantäne bzw. bleiben so lange, bis sie sichtbar gut genährt sind. Nach unserer Eingewöhnung fressen unsere Tiere Flocken- und Granulatfutter. Liefergröße, aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit siehe oben; Fragen zum konkreten Tier beantworten wir gern vorher per WhatsApp oder Telefon.
Versand und Beratung
Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags). Einzelheiten stehen in unseren Versandbedingungen. Ob der Rotbinden-Fahnenbarsch zu deinem Besatz passt, besprechen wir gern vorher.
Häufige Fragen
Ist Pseudanthias kashiwae eine eigene Art?
Nein, kashiwae ist laut FishBase ein älteres Synonym von Pseudanthias cooperi; im Handel läuft der Fisch auch als Dreifarbiger Fahnenbarsch.
Warum ist die Gruppenhaltung bei dieser Art heikel?
In unserer Praxis sind Alpha-Weibchen sehr aggressiv, Rangkämpfe enden oft tödlich – auch in Aquarien mit 2.000 Litern. Viel Platz, Sichtschutz und genaue Beobachtung in den ersten Wochen sind nötig.
Wie viele Tiere und welches Futter?
Gruppe ab 6–8 Tieren mit einem Männchen, gleichzeitig eingesetzt; mehrmals täglich rotes Plankton, Cyclops, Copepoden, Mysis, Artemia und feines Granulat.
Brauche ich einen UV-C-Klärer?
Wir empfehlen ca. 8 Watt pro 100 Liter Aquarienwasser.
Quellen
FishBase (Froese & Pauly): Pseudanthias cooperi · PunkCorals-Praxis. Fachlich geprüft: Oktober 2026.