Besonderheiten und Verhalten
Macropharyngodon meleagris lebt über Riffdächern und äußeren Lagunen mit Sand, Geröll und Korallen. Männchen sind orangerot mit grüngelben Flecken, Weibchen und Jungtiere hell mit schwarzen Flecken – daher der Name Leopardjunker. Leopardjunker sind ruhige, ausgeglichene und außergewöhnlich schöne Bodenschwimmer, die tagsüber nach Kleintieren suchen und nachts im Sand schlafen. Sie sind selten zu bekommen.
Ernährung im Aquarium
In der Natur frisst er kleine Wirbellose, Schnecken und Foraminiferen. Wichtig sind ein eingefahrenes Aquarium mit viel Mikrofauna (Copepoden, Flohkrebse) und mehrmals täglich kleine Portionen feines Frostfutter wie Mysis, Copepoden und Artemia; gut eingewöhnte Tiere nehmen auch feines Granulat. Aquarien mit Lippfischen haben nach unserer Erfahrung deutlich weniger Borstenwürmer – welche Art sie frisst, lässt sich aber nicht sagen. In unserer Praxis frisst er immer wieder Strudelwürmer (Planarien) von Korallen; wissenschaftlich untersucht ist das bisher nicht.
Sozialverhalten und Vergesellschaftung
Ein ruhiger, ausgeglichener Fisch, der selbst eher Opfer als Täter ist und unter hektischen oder dominanten Mitbewohnern leidet. Halte ihn einzeln oder ein Männchen mit einem oder mehreren Weibchen – nie zwei Männchen derselben Art. Nur mit ruhigen Fischen vergesellschaften, die ihm beim Fressen keine Konkurrenz machen.
Aquarium und Einrichtung
Ab etwa 600 Liter und 150 cm Länge, eingefahren und mit viel Mikrofauna. Nachts gräbt er sich im Sand ein – feiner Sand, mindestens 4 cm hoch, ist Pflicht. Dazu ein strukturierter Riffaufbau und eine lückenlose Abdeckung.
Eingewöhnung und Gesundheit
Perllippfische und Leopardjunker sind besonders empfindlich gegenüber Transport, Stress und Futterumstellung. Nach dem Import brauchen sie oft rund vier Wochen, bis sie gut fressen und sich erholt haben. Kaufe deshalb nur gut eingewöhnte Tiere, die zuverlässig fressen. Das Aquarium muss lückenlos abgedeckt sein, denn frisch eingesetzte Lippfische springen gut.
Riffverträglichkeit
Korallen lässt er in Ruhe. Kleine Schnecken gehören zu seiner natürlichen Nahrung, sehr kleine Garnelen sind gefährdet; größere Garnelen und Putzergarnelen bleiben in der Regel unbehelligt.
Herkunft und natürlicher Lebensraum
Kokosinseln, Indonesien, Philippinen, Ryukyu-Inseln, Australien, Westpazifik; über Riffdächern und äußeren Lagunen mit Sand, Geröll und Korallen, in 0–30 m Tiefe (FishBase). Unsere Tiere sind Wildfänge.
Informationen zum angebotenen Tier
Das Foto ist ein Beispielbild der Art. Alle Fische durchlaufen bei uns mindestens 14 Tage Quarantäne bzw. bleiben so lange, bis sie sichtbar gut genährt sind. Nach unserer Eingewöhnung fressen unsere Tiere in der Regel Flocken- und Granulatfutter – der Leopardjunker ist aber ein Nahrungsspezialist, bei ihm zählt, dass er feines Frostfutter und Mikrofauna zuverlässig annimmt. Liefergröße, aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit siehe oben; Fragen zum konkreten Tier beantworten wir gern vorher per WhatsApp oder Telefon.
Versand und Beratung
Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags). Einzelheiten stehen in unseren Versandbedingungen. Ob ein Leopardjunker zu deinem Besatz passt, besprechen wir gern vorher.
Häufige Fragen
Ist der Leopardjunker für Anfänger geeignet?
Nein. Perllippfische und Leopardjunker sind empfindlich gegenüber Transport, Stress und Futterumstellung und brauchen nach dem Import oft rund vier Wochen, bis sie stabil fressen. Sie gehören in eingefahrene Aquarien erfahrener Halter.
Braucht Macropharyngodon meleagris ein Sandbett?
Ja. Er gräbt sich nachts im Sand ein – feiner Sand, mindestens 4 cm hoch, ist Pflicht.
Frisst der Leopardjunker Planarien?
In unserer Praxis frisst er immer wieder Strudelwürmer (Planarien) von Korallen. Wissenschaftlich untersucht ist das für diese Art nicht, ein Befall lässt sich damit nicht gezielt beseitigen.
Woran erkennt man Männchen und Weibchen?
Männchen sind orangerot mit grüngelben Flecken, Weibchen und Jungtiere hell mit schwarzen Leopardenflecken. Zwei Männchen vertragen sich nicht.
Quellen
FishBase (Froese & Pauly): Macropharyngodon meleagris · PunkCorals-Praxis. Fachlich geprüft: Oktober 2026.