Goniastrea prism ultra

Goniastrea - Prism ultra

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Zum Schutz der Tiere berücksichtigen wir bei der Versandplanung die zu erwartenden Wetter- und Temperaturbedingungen. Bei großer Hitze, starker Sonneneinstrahlung oder starkem Frost kann der Versand verschoben werden, wenn ein sicherer Transport aus unserer Sicht nicht gewährleistet werden kann.

Besonders bei einzelnen Tieren und kleinen Sendungen ist eine stabile Transporttemperatur anspruchsvoller. Verpackung, Wassermenge und Versand werden deshalb an das Tier und die zu erwartenden Transportbedingungen angepasst.

Das Wohl des Tieres hat bei der Wahl des Versandtermins Vorrang.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Versandbestimmungen.

Goniastrea prism ultra ist ein WYSIWYG-Stück – du bekommst genau die Koralle auf dem Foto. Goniastrea (Goniastrea sp.) sind massive großpolypige Steinkorallen (LPS) mit dicht stehenden, meist vielkantigen Kelchen, die sich ihre Wände teilen. Unter Blaulicht fluoreszieren viele Stücke kräftig, oft mit andersfarbiger Mundscheibe. Sie gelten als robust und passen auch in weniger erfahrene Hände, solange Licht und Strömung mittel bleiben. Das größte Risiko sind Nachbarn in Reichweite – nachts bilden sie Kehrtentakel.

PunkCorals-Hinweis: Goniastrea nesselt nachts mit Kehrtentakeln. Lass zu anderen Korallen einige Zentimeter Platz, vor allem zu empfindlichen SPS und Weichkorallen.

Haltung auf einen Blick

Merkmal Angabe
Licht mittel (in unserer Praxis; verträgt auch mehr, dann langsam gewöhnen)
Strömung mittel, nicht direkt auf die Kolonie
Platz im Becken mittlere Zone, mit Abstand zu Nachbarn
Temperatur 24–27 °C
Nährstoffe nährstoffreich: Nitrat ca. 5–20 mg/l, Phosphat 0,05–0,1 mg/l (unsere Praxis)
KH / Calcium 6–8 °dKH / 380–420 mg/l, stabil
Fütterung nicht nötig, nimmt gern tierisches Plankton und feines Frostfutter
Nesselt ja – nachts Kehrtentakel, Abstand zu Nachbarn halten
Schwierigkeit wenig anspruchsvoll, auch für Einsteiger mit stabilem Becken

Besonderheiten und Wuchs

Goniastrea wächst als massive, halbkugelige bis flache Kolonie und dehnt sich vom Rand her langsam aus. Die Kelche stehen dicht und teilen sich ihre Wände, sodass ein wabenartiges Muster entsteht – ähnlich Favites, mit dem Goniastrea nah verwandt ist und im Handel oft verwechselt wird. Tagsüber liegt das Gewebe flach an und zeigt die Zeichnung von Kelchrand und Mundscheibe, nachts entfalten sich die Polypen. Im Riff besiedelt Goniastrea auch flache, stark wechselnde Standorte und gilt deshalb als widerstandsfähig.

Licht, Strömung und Platzierung

In unserer Praxis steht Goniastrea unter mittlerem Licht gut; mehr Licht verträgt sie, wenn du sie langsam daran gewöhnst – zu abrupt gestellt bleichen die Farben aus. Die Strömung sollte mittel und nicht direkt sein: Sie hält die Kolonie frei von Ablagerungen, darf das Gewebe aber nicht dauerhaft vom Skelett drücken. Ein Platz in der mittleren Zone auf festem Untergrund passt gut, mit Abstand zu Nachbarn in Reichweite der Kehrtentakel.

Wasserwerte und Fütterung

Wir halten unsere LPS in nährstoffreicherem Wasser: Nitrat um 5–20 mg/l und Phosphat um 0,05–0,1 mg/l sind in Ordnung, wichtig ist, dass die Werte nicht schwanken. KH und Calcium halten wir stabil bei 6–8 °dKH und 380–420 mg/l – sprunghafte KH-Änderungen sind der häufigste Grund für Gewebeverlust am Kolonierand. Füttern musst du nicht; die Koralle lebt mit ihren Zooxanthellen vom Licht. Abends nimmt sie gern tierisches Plankton oder feines Frostfutter, wenn du es gezielt auf die geöffneten Polypen gibst.

Vergesellschaftung und Nesselverhalten

Goniastrea bildet nachts Kehrtentakel, mit denen sie Nachbarn in Reichweite verätzt. Lass daher ringsum einige Zentimeter frei, besonders zu empfindlichen SPS und Weichkorallen. Zu stärker nesselnden Gattungen wie Euphyllia oder Galaxea gehört mehr Abstand. Kaiser- und Falterfische sowie manche Lippfische zupfen am Gewebe; Einsiedler und große Schnecken können die Kolonie beim Weiden beschädigen.

Eingewöhnung und Pflege

Nach dem Transport Temperatur angleichen und die Koralle zunächst etwas tiefer oder schattiger setzen als am Zielplatz; nach ein bis zwei Wochen kannst du sie höher stellen. Flach anliegendes Gewebe in den ersten Tagen ist normal. Die Kolonie lässt sich mit einer Trennscheibe teilen; der Schnittrand wächst bei stabilen Werten wieder zu. Bei Gewebeverlust am Rand zuerst KH, Licht und Strömung prüfen.

Informationen zum angebotenen Tier

Du bekommst genau das Stück auf dem Foto (WYSIWYG). Ein Quadrat der Lichtrasterplatte misst 1,3 × 1,3 cm, damit du die Größe einschätzen kannst. Wir fotografieren unter blaulastiger Beleuchtung mit Orangefilter und achten auf eine möglichst realistische Darstellung – die Farbwiedergabe bei dir hängt von Licht, Wasserwerten und Strömung ab. Aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit siehe oben; Fragen zum Stück beantworten wir gern vorher per WhatsApp oder Telefon.

Versand und Beratung

Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags). Einzelheiten stehen in unseren Versandbedingungen. Ob eine Goniastrea zu deinem Becken und deinem Besatz passt, besprechen wir gern vorher.

Häufige Fragen

Wie viel Abstand braucht eine Goniastrea zu anderen Korallen?

Nachts bildet sie Kehrtentakel, die über den Kolonierand hinausreichen. Lass ringsum einige Zentimeter frei und beobachte in den ersten Wochen, ob Nachbarn weiße Stellen bekommen.

Muss ich meine Goniastrea füttern?

Nein. Sie lebt über ihre Zooxanthellen vom Licht. Abends, wenn die Polypen offen sind, nimmt sie gezielte Gaben von Plankton oder feinem Frostfutter gern an.

Warum sehe ich tagsüber keine Polypen?

Das ist normal – Goniastrea öffnet die Polypen vor allem nachts. Tagsüber zeigt sie die Farbzeichnung von Kelchwand und Mundscheibe. Zieht sich das Gewebe vom Rand zurück, prüfe KH-Schwankungen, Licht und zupfende Fische.

Ist Goniastrea etwas für Einsteiger?

Ja, bei stabilen Wasserwerten gehört sie zu den robusteren LPS. Wichtig sind nur ein Platz ohne direkte Strömung, langsame Lichtgewöhnung und Abstand zu Nachbarn.

Quellen

Veron, J. E. N. (2000): Corals of the World · PunkCorals-Praxis. Fachlich geprüft: Oktober 2026.

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