Der Rote Ballschwamm (Dragmacidon lunaecharta) ist ein festsitzender Schwamm, der Wasser durch seinen Körper pumpt und daraus feinste Partikel filtert. Außen ist er leuchtend scharlachrot bis orange und wächst von kleinen Knollen bis zu aufrechten Keulen von 25 bis 30 cm Höhe. Er braucht einen schattigen Platz mit mäßiger Strömung in einem eingefahrenen Becken ab 300 Litern. Wichtigste Regel: nie an die Luft. Größtes Risiko: Viele bunte Schwämme halten im Aquarium nur eine begrenzte Zeit.
PunkCorals-Hinweis: Nie an die Luft bringen – nur unter Wasser umsetzen, Luft im Schwamm lässt das Gewebe absterben. Ehrlich gesagt halten viele bunte Schwämme im Aquarium nur eine begrenzte Zeit; absterbende Stellen zügig entfernen.
Besonderheiten und Verhalten
Laut dem Bestimmungswerk „The Sponge Guide“ ist dieser Schwamm außen leuchtend scharlachrot bis orange und innen orange. Er wächst von kleinen Knollen bis zu aufrechten Keulen und wird wenige Zentimeter bis 25–30 cm hoch. Im Handel heißt er „Red Ball Sponge“ und wird meist noch als Pseudaxinella lunaecharta geführt; heute steht er in der Gattung Dragmacidon, wobei die genaue Benennung der karibischen Tiere laut „The Sponge Guide“ noch nicht abschließend geklärt ist. Laut einer Studie in der Fachzeitschrift Science (de Goeij et al. 2013) nehmen Riffschwämme außerdem gelöste organische Stoffe aus dem Wasser auf.
Ernährung im Aquarium
Der Schwamm filtert Plankton und Schwebstoffe aus dem Wasser und nimmt gelöste organische Stoffe auf. In gut eingefahrenen, gut besetzten Becken kommen Schwämme in unserer Praxis meist ohne Extra-Futter aus. Je länger das Becken läuft und je mehr Besatz es hat, desto besser ist die Versorgung.
Vergesellschaftung
Mehrere Schwämme lassen sich zusammen halten; einzeln oder in der Gruppe ist beides möglich. Entscheidend ist der übrige Besatz: Kaiserfische (vor allem große Arten), Feilenfische und Drückerfische sowie Schnecken wie Kauris und manche Seesterne fressen Schwämme.
Aquarium und Einrichtung
Gib dem Schwamm einen schattigen Platz mit mäßiger, gleichmäßiger Strömung – umspült, aber nicht im direkten Strahl der Pumpe. Bei starkem Licht werden Schwämme von Algen überwachsen oder lösen sich auf. Das Becken sollte eingefahren sein und mindestens 300 Liter fassen.
Eingewöhnung und Gesundheit
Setze den Schwamm nur unter Wasser um – Luft im Schwamm lässt das Gewebe absterben. Gewöhne ihn langsam und tropfenweise an dein Wasser. Absterbende Stellen oder ganze Schwämme entfernst du zügig, weil sie das Wasser belasten.
Riffverträglichkeit
Korallen und andere Wirbellose beeinträchtigt der Schwamm nicht; er sitzt fest und filtert nur. Umgekehrt ist er Futter für Kaiserfische, Feilen- und Drückerfische, Kauris und manche Seesterne – mit solchem Besatz ist er nicht zu halten.
Herkunft und natürlicher Lebensraum
Dragmacidon lunaecharta stammt aus dem Westatlantik (Karibik, Bahamas, Florida) und lebt laut „The Sponge Guide“ meist frei exponiert auf flachen bis tiefen Riffen. Unsere Tiere sind Wildfänge.
Informationen zum angebotenen Tier
Das Foto zeigt ein Beispieltier der Art. Liefergröße, aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit siehe oben; Fragen zum konkreten Tier beantworten wir gern vorher per WhatsApp oder Telefon.
Versand und Beratung
Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags). Einzelheiten stehen in unseren Versandbedingungen. Ob der Schwamm zu deinem Besatz passt, besprechen wir gern vorher.
Häufige Fragen
Ist der Rote Ballschwamm dasselbe wie Pseudaxinella lunaecharta?
Ja. Im Handel läuft er meist noch unter dem alten Namen; heute steht er in der Gattung Dragmacidon.
Muss ich den Schwamm füttern?
In gut eingefahrenen, gut besetzten Becken in unserer Praxis meist nicht. Er filtert Plankton und Schwebstoffe und nimmt gelöste organische Stoffe auf.
Warum bekommt mein Schwamm absterbende Stellen?
Häufige Ursachen sind Luftkontakt beim Umsetzen und zu viel Licht. Entferne absterbende Stellen zügig – und sei dir bewusst, dass viele bunte Schwämme im Aquarium nur eine begrenzte Zeit halten.
Welche Tiere fressen Schwämme?
Kaiserfische (vor allem große Arten), Feilen- und Drückerfische, Schnecken wie Kauris und manche Seesterne.
Quellen
The Sponge Guide (Zea, Henkel & Pawlik) · de Goeij et al. 2013 (Science) · PunkCorals-Praxis. Fachlich geprüft: Oktober 2026.