Favia

Favia - Striped / toxic green mouth

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Unsere Meerwasserfische werden sorgfältig und dem Tier entsprechend für den Lebendtiertransport verpackt. Der Versand erfolgt mit GO! Express und nach Terminabsprache. Ein Wunschtermin ist möglich.

Zum Schutz der Tiere berücksichtigen wir bei der Versandplanung die zu erwartenden Wetter- und Temperaturbedingungen. Bei großer Hitze, starker Sonneneinstrahlung oder starkem Frost kann der Versand verschoben werden, wenn ein sicherer Transport aus unserer Sicht nicht gewährleistet werden kann.

Besonders bei einzelnen Tieren und kleinen Sendungen ist eine stabile Transporttemperatur anspruchsvoller. Verpackung, Wassermenge und Versand werden deshalb an das Tier und die zu erwartenden Transportbedingungen angepasst.

Das Wohl des Tieres hat bei der Wahl des Versandtermins Vorrang.

Weitere Informationen finden Sie in unseren Versandbestimmungen.

Favia striped / toxic green mouth ist ein WYSIWYG-Stück – du bekommst genau die Koralle auf dem Foto. Favia (Favia sp.) sind massive bis krustenförmige großpolypige Steinkorallen (LPS) mit vielen kleinen Kelchen: jeder Kelch hat eine eigene Wand, die Kolonie wirkt wie mit kleinen Sternen besetzt. Unter Blaulicht fluoreszieren viele Stücke in Grün, Rot oder Gelb. Sie gelten als robust und passen auch in weniger erfahrene Hände, solange Licht und Strömung mittel bleiben. Das größte Risiko sind Nachbarn in Reichweite – nachts bilden sie Kehrtentakel.

PunkCorals-Hinweis: Favia und Favites nesseln nachts mit Kehrtentakeln. Lass zu anderen Korallen einige Zentimeter Platz, vor allem zu empfindlichen SPS und Weichkorallen.

Haltung auf einen Blick

Merkmal Angabe
Licht mittel (in unserer Praxis; verträgt auch etwas mehr, dann langsam gewöhnen)
Strömung mittel, nicht direkt auf die Kolonie
Platz im Becken mittlere Zone, mit Abstand zu Nachbarn
Temperatur 24–27 °C
Nährstoffe nährstoffreich: Nitrat ca. 5–20 mg/l, Phosphat 0,05–0,1 mg/l (unsere Praxis)
KH / Calcium 6–8 °dKH / 380–420 mg/l, stabil
Fütterung nicht nötig, nimmt gern tierisches Plankton und feines Frostfutter
Nesselt ja – nachts Kehrtentakel, Abstand zu Nachbarn halten
Schwierigkeit wenig anspruchsvoll, auch für Einsteiger mit stabilem Becken

Besonderheiten und Wuchs

Favia und Favites wachsen als massive, halbkugelige oder flache Kolonie, die sich vom Rand her langsam ausdehnt. Die vielen kleinen Kelche tragen je einen Polypen; tagsüber liegt das Gewebe meist flach an und zeigt die Farbzeichnung von Kelchwand, Rand und Mundscheibe, nachts entfalten sich die Polypen. Favia (jeder Kelch mit eigener Wand) und Favites (Kelche mit gemeinsamer Wand, wabenförmig) lassen sich am Skelett unterscheiden, werden im Handel aber oft gemischt benannt. Viele indopazifische Arten, die lange als Favia liefen, werden wissenschaftlich seit 2012 als Dipsastraea geführt; im Handel bleibt der Name Favia.

Licht, Strömung und Platzierung

In unserer Praxis stehen Favia und Favites unter mittlerem Licht gut; mehr Licht vertragen sie, wenn du sie langsam daran gewöhnst – zu abrupt gestellt bleichen die Farben aus. Die Strömung sollte mittel und nicht direkt sein: Sie hält die Kolonie frei von Ablagerungen, darf das Gewebe aber nicht dauerhaft vom Skelett drücken. Ein Platz in der mittleren Zone auf festem Untergrund passt gut, mit Abstand zu Nachbarn in Reichweite der Kehrtentakel.

Wasserwerte und Fütterung

Wir halten unsere LPS in nährstoffreicherem Wasser: Nitrat um 5–20 mg/l und Phosphat um 0,05–0,1 mg/l sind in Ordnung, wichtig ist, dass die Werte nicht schwanken. KH und Calcium halten wir stabil bei 6–8 °dKH und 380–420 mg/l – sprunghafte KH-Änderungen sind der häufigste Grund für Gewebeverlust am Kolonierand. Füttern musst du nicht; die Koralle lebt mit ihren Zooxanthellen vom Licht. Abends nimmt sie gern tierisches Plankton oder feines Frostfutter, wenn du es gezielt auf die geöffneten Polypen gibst.

Vergesellschaftung und Nesselverhalten

Favia und Favites bilden nachts Kehrtentakel, mit denen sie Nachbarn in Reichweite verätzen. Lass daher ringsum einige Zentimeter frei, besonders zu empfindlichen SPS und Weichkorallen; untereinander sind Favia und Favites meist verträglicher, wachsen aber mit der Zeit gegeneinander. Zu stärker nesselnden Gattungen wie Euphyllia oder Galaxea gehört mehr Abstand. Kaiser- und Falterfische sowie manche Lippfische zupfen am Gewebe; Einsiedler und große Schnecken können die Kolonie beim Weiden beschädigen.

Eingewöhnung und Pflege

Nach dem Transport Temperatur angleichen und die Koralle zunächst etwas tiefer oder schattiger setzen als am Zielplatz; nach ein bis zwei Wochen kannst du sie höher stellen. Flach anliegendes Gewebe in den ersten Tagen ist normal. Die Kolonie lässt sich mit einer Trennscheibe teilen; der Schnittrand wächst bei stabilen Werten wieder zu. Bei Gewebeverlust am Rand zuerst KH, Licht und Strömung prüfen.

Informationen zum angebotenen Tier

Du bekommst genau das Stück auf dem Foto (WYSIWYG). Ein Quadrat der Lichtrasterplatte misst 1,3 × 1,3 cm, damit du die Größe einschätzen kannst. Wir fotografieren unter blaulastiger Beleuchtung mit Orangefilter und achten auf eine möglichst realistische Darstellung – die Farbwiedergabe bei dir hängt von Licht, Wasserwerten und Strömung ab. Aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit siehe oben; Fragen zum Stück beantworten wir gern vorher per WhatsApp oder Telefon.

Versand und Beratung

Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags). Einzelheiten stehen in unseren Versandbedingungen. Ob eine Favia zu deinem Becken und deinem Besatz passt, besprechen wir gern vorher.

Häufige Fragen

Wie viel Abstand braucht eine Favia zu anderen Korallen?

Nachts bildet sie Kehrtentakel, die über den Kolonierand hinausreichen. Lass ringsum einige Zentimeter frei und beobachte in den ersten Wochen, ob Nachbarn weiße Stellen bekommen.

Muss ich meine Favia füttern?

Nein. Sie lebt über ihre Zooxanthellen vom Licht. Abends, wenn die Polypen offen sind, nimmt sie gezielte Gaben von Plankton oder feinem Frostfutter gern an und wächst damit etwas schneller.

Warum bleiben die Polypen tagsüber eingezogen?

Das ist bei Favia und Favites normal – die Polypen öffnen sich vor allem nachts. Tagsüber siehst du die farbigen Kelche und das Gewebe. Bleibt das Gewebe dünn oder zieht sich vom Rand zurück, prüfe KH-Schwankungen, Licht und zupfende Fische.

Was ist der Unterschied zwischen Favia und Favites?

Bei Favia hat jeder Kelch eine eigene Wand, bei Favites teilen sich die Kelche ihre Wände und bilden ein Wabenmuster. Haltung und Verhalten sind gleich – die Namen werden im Handel oft gemischt verwendet.

Quellen

Veron, J. E. N. (2000): Corals of the World · Budd, A. F. et al. (2012): Taxonomic classification of the reef coral family Mussidae. Zool. J. Linn. Soc. 166: 465–529 · PunkCorals-Praxis. Fachlich geprüft: Oktober 2026.

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