Pterogorgia guadalupensis Messergorgonie ist ein WYSIWYG-Stück – du bekommst genau die Koralle auf dem Foto. Pterogorgia guadalupensis (Messergorgonie) ist eine Gorgonie (Hornkoralle) aus der Karibik: eine Weichkoralle mit biegsamer Hornachse, auf der die kleinen achtstrahligen Polypen sitzen. Sie ist fotosynthetisch (zooxanthellat), braucht viel Licht und vor allem turbulente Strömung. Eingestuft ist sie als „mittel“. Das größte Risiko sind zu wenig Licht, zu wenig Strömung und Ablagerungen auf dem Gewebe.
Haltung auf einen Blick
| Merkmal |
Angabe |
| Herkunft |
Bahamas, Florida, Karibik, Karibische See |
| Licht |
viel (fotosynthetisch, zooxanthellat) |
| Strömung |
turbulent |
| Platz im Becken |
frei stehend in guter Strömung, mit Platz nach oben und zur Seite |
| Endgröße |
bis zu 20 cm |
| Temperatur |
24–27 °C |
| Dichte |
35 psu |
| Nährstoffe |
nährstoffreich: Nitrat ca. 5–20 mg/l, Phosphat 0,05–0,1 mg/l (unsere Praxis) |
| KH / Calcium |
6–8 °dKH / 380–420 mg/l, stabil |
| Fütterung |
Licht, Zooplankton |
| Nesselt |
kaum – Weichkoralle, wird eher von Nachbarn genesselt |
| Schwierigkeit |
mittel |
Besonderheiten und Wuchs
Gorgonien bauen kein massives Kalkskelett, sondern eine biegsame Achse aus Gorgonin, einem hornartigen Eiweiß, die von lebendem Gewebe mit winzigen Kalknadeln umhüllt ist; die Polypen haben wie bei allen Weichkorallen acht gefiederte Tentakel. Die Äste sind seitlich abgeflacht und erinnern an Messerklingen – daher der deutsche Name Messergorgonie; die Polypen sitzen an den Kanten der flachen Äste. Die Kolonie steht aufrecht und bewegt sich in der Strömung; im Meer erreicht Pterogorgia guadalupensis bis zu 20 cm. Anders als viele Tiefwasser-Gorgonien ist Pterogorgia zooxanthellat – sie lebt zu einem großen Teil vom Licht und ist deshalb im Aquarium haltbar.
Licht, Strömung und Platzierung
Laut unseren Haltungsangaben braucht Pterogorgia guadalupensis viel Licht und turbulente Strömung – ein Platz in der oberen Beckenhälfte unter kräftiger Beleuchtung passt, nach langsamer Lichtgewöhnung. Die Strömung ist der zweite entscheidende Faktor: Sie soll die Äste von allen Seiten anströmen und in Bewegung halten, damit die Polypen Partikel aus dem Wasser filtern können und sich keine Ablagerungen auf dem Gewebe festsetzen. Die Koralle steht frei, mit Raum nach oben und zur Seite und ohne Kontakt zu Nachbarn, und wird mit der Basis auf festem Untergrund fixiert, sodass sie nicht umkippen kann.
Wasserwerte und Fütterung
Temperatur 24–27 °C und eine Dichte von 35 psu sind die Vorgaben aus unseren Haltungsangaben. Nährstoffe halten wir wie bei unseren Weichkorallen nährstoffreicher: Nitrat um 5–20 mg/l und Phosphat um 0,05–0,1 mg/l sind in Ordnung, wichtig ist, dass die Werte nicht schwanken; KH und Calcium halten wir stabil bei 6–8 °dKH und 380–420 mg/l. Zur Fütterung (unsere Angabe: „Licht, Zooplankton“): Laut unseren Haltungsangaben lebt Pterogorgia guadalupensis über ihre Zooxanthellen vom Licht und nimmt zusätzlich Zooplankton auf. Eine regelmäßige Gabe feinen Planktons unterstützt die Polypen; wichtiger ist, dass die Strömung die Partikel an die Äste bringt.
Vergesellschaftung und Nesselverhalten
Gorgonien nesseln kaum und sind gegenüber Kehrtentakeln von LPS wie Euphyllia oder Favia die Leidtragenden – zu solchen Korallen gehört Abstand, Berührungen mit anderen Korallen sollten ganz vermieden werden. Mit anderen Weichkorallen ist Pterogorgia verträglich. Kaiser- und Falterfische sowie manche Lippfische zupfen an den Polypen; Einsiedler, große Schnecken und Krabben können beim Klettern Gewebe von der Achse lösen.
Eingewöhnung und Pflege
Nach dem Transport Temperatur und Dichte angleichen und die Koralle gleich an einen gut durchströmten Platz setzen – nicht in eine strömungsarme Ecke. Beim Licht wie bei allen Korallen unten anfangen und über ein bis zwei Wochen an den hellen Zielplatz gewöhnen. Eingezogene Polypen in den ersten Tagen sind normal. Freiliegende Stellen der Hornachse wachsen bei guten Bedingungen vom Rand her wieder zu; breitet sich der Gewebeverlust aus, prüfe Strömung und Ablagerungen. Ableger sind möglich: Ein Astende wird mit einer scharfen Schere abgetrennt und mit der Basis auf einen Ablegerstein geklebt oder in ein Bohrloch gesetzt.
Herkunft
Laut unseren Angaben stammt Pterogorgia guadalupensis aus dem Raum Bahamas, Florida und Karibik (Karibische See).
Informationen zum angebotenen Tier
Du bekommst genau das Stück auf dem Foto (WYSIWYG). Ein Quadrat der Lichtrasterplatte misst 1,3 × 1,3 cm, damit du die Größe einschätzen kannst. Wir fotografieren unter blaulastiger Beleuchtung mit Orangefilter und achten auf eine möglichst realistische Darstellung – die Farbwiedergabe bei dir hängt von Licht, Wasserwerten und Strömung ab. Aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit siehe oben; Fragen zum Stück beantworten wir gern vorher per WhatsApp oder Telefon.
Versand und Beratung
Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags). Einzelheiten stehen in unseren Versandbedingungen. Ob eine Pterogorgia zu deinem Becken und deinem Besatz passt, besprechen wir gern vorher.
Häufige Fragen
Braucht die Messergorgonie Futter?
Laut unseren Haltungsangaben lebt Pterogorgia guadalupensis über ihre Zooxanthellen vom Licht und nimmt zusätzlich Zooplankton auf. Eine regelmäßige Gabe feinen Planktons unterstützt die Polypen; wichtiger ist, dass die Strömung die Partikel an die Äste bringt.
Wie viel Strömung braucht eine Gorgonie?
Turbulente, wechselnde Strömung, die die Äste in Bewegung hält und von allen Seiten anströmt. Ein harter Dauerstrahl aus einer Richtung ist ungünstig; in zu schwacher Strömung setzen sich Ablagerungen auf dem Gewebe fest und die Polypen bleiben geschlossen.
Die Polypen sind eingezogen – ist das normal?
Gorgonien ziehen die Polypen zeitweise ein, zum Beispiel nach dem Umsetzen oder bei Störung. Bleiben sie über Tage geschlossen oder löst sich Gewebe von der Achse, prüfe Strömung, Ablagerungen auf den Ästen und zupfende Fische oder Wirbellose.
Wie groß wird eine Pterogorgia?
Im Meer erreicht Pterogorgia guadalupensis laut unseren Angaben eine Endgröße von bis zu 20 cm. Im Aquarium bleibt sie kleiner, braucht aber Platz nach oben und zur Seite und darf keine Nachbarn berühren.
Quellen
Alttext und Haltungsangaben PunkCorals (Herkunft, Strömung, Licht, Endgröße, Futter, Haltung, Dichte) · PunkCorals-Praxis. Fachlich geprüft: Oktober 2026.