Gaimards Lippfisch (Coris gaimard) ist ein bis 40 cm großer, ausdauernd schwimmender Lippfisch für sehr große Aquarien ab 1500 Litern mit tiefem Sandbett. Jungtiere sind leuchtend orange mit weißen Sätteln, Erwachsene sehen völlig anders aus. Er ist nicht wirbellosensicher: Garnelen, Krebse, Schnecken und Muscheln frisst er.
PunkCorals-Hinweis: Wird groß und ist nicht wirbellosensicher. Großes Aquarium, robuste Mitbewohner, lückenlose Abdeckung.
Haltungsprofil
Herkunft
- Herkunft: Weihnachtsinsel, Kokosinseln, Pazifik bis Hawaii, Japan und Australien
- Herkunftsart: Wildfang
Haltung & Aquarienanforderungen
- Endgröße: 40 cm
- Empfohlene Aquariengröße: 1500 l
- Empfohlene Aquarienlänge: 250 cm
- Schwimmaktivität: hoch (ausdauernder Schwimmer)
- Temperatur: 24–27 °C
- Salinität: 1,022–1,025
- Habitat: über Sand und Geröll an Riffen
- Tiefenbereich: 0–50 m
Verhalten & Vergesellschaftung
- Aggressivität: mittel
- Innerartliche Haltung: Einzelhaltung
- Gruppenhaltung: einzeln halten
- Vergesellschaftung: Korallen in der Regel unproblematisch. Garnelen, Krebse, Schnecken, Muscheln und Seeigel gefährdet. Nur mit robusten Fischen.
- Aggressionsauslöser: Artgenossen und ähnlich gebaute Lippfische.
Ernährung
- Natürliche Ernährungsstrategie: bodenlebende Wirbellose, Krebstiere und Weichtiere
- Fütterung im Aquarium: Mysis, Krill, Muschelfleisch und Granulat
Eingewöhnung & Gesundheit
- Eingewöhnung: transportempfindlich
Recht & Artenschutz
- Rechtsstatus Deutschland: frei
Besonderheiten und Verhalten
Coris gaimard lebt über Sand und Geröll an Riffen. Jungtiere sind leuchtend orange mit weißen Sätteln, Erwachsene sehen völlig anders aus. Er ist ein ausdauernder Schwimmer, der tagsüber ständig unterwegs ist und sich nachts und bei Gefahr im Sand eingräbt.
Ernährung im Aquarium
In der Natur frisst er vor allem Schnecken, Muscheln, Krabben und Einsiedlerkrebse. Im Aquarium mehrmals täglich Frostfutter wie Mysis, Krill und Muschelfleisch sowie Granulat füttern. In unserer Praxis sind die großen Lippfische wunderbare Borstenwurmfresser – gezielt gegen eine Plage einsetzen lässt sich aber kein Lippfisch.
Sozialverhalten und Vergesellschaftung
Am besten einzeln halten; Artgenossen und ähnlich gebaute Lippfische werden nicht geduldet. Nur mit robusten Fischen vergesellschaften.
Aquarium und Einrichtung
Ab etwa 1500 Liter und 250 cm Länge mit viel freiem Schwimmraum. Nachts und bei Gefahr gräbt er sich im Sand ein – feiner Sand, mindestens 4 cm hoch und für einen Fisch dieser Größe entsprechend großflächig, ist Pflicht. Dazu eine lückenlose Abdeckung.
Eingewöhnung und Gesundheit
Lippfische sind transportempfindlich und springen gut – das Aquarium muss lückenlos abgedeckt sein, auch an Kabel- und Rohrdurchführungen. Nach dem Einsetzen braucht er Ruhe und Verstecke.
Riffverträglichkeit
Korallen lässt er in Ruhe. Garnelen, Krebse, Schnecken, Muscheln und Seeigel sind bei ihm aber nicht sicher – für Riffaquarien mit vielen Wirbellosen ist er nicht geeignet.
Herkunft und natürlicher Lebensraum
Weihnachtsinsel, Kokosinseln, Pazifik bis Hawaii, Japan, Australien; über Sand und Geröll an Riffen, in 0–50 m Tiefe (FishBase). Unsere Tiere sind Wildfänge.
Informationen zum angebotenen Tier
Das Foto ist ein Beispielbild der Art. Alle Fische durchlaufen bei uns mindestens 14 Tage Quarantäne bzw. bleiben so lange, bis sie sichtbar gut genährt sind. Nach unserer Eingewöhnung fressen unsere Tiere Flocken- und Granulatfutter. Liefergröße, aktuelle Verfügbarkeit und Lieferzeit siehe oben; Fragen zum konkreten Tier beantworten wir gern vorher per WhatsApp oder Telefon.
Versand und Beratung
Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags). Einzelheiten stehen in unseren Versandbedingungen. Ob Gaimards Lippfisch zu deinem Besatz passt, besprechen wir gern vorher.
Häufige Fragen
Wie groß wird Coris gaimard?
Bis etwa 40 cm. Deshalb gehört er nur in sehr große Aquarien ab 1500 Litern und 250 cm Länge.
Ist Gaimards Lippfisch wirbellosensicher?
Nein. Garnelen, Krebse, Schnecken, Muscheln und Seeigel frisst er; Korallen lässt er in Ruhe.
Braucht er ein Sandbett?
Ja. Er gräbt sich nachts und bei Gefahr im Sand ein – feiner Sand, mindestens 4 cm hoch, ist Pflicht.
Warum sieht mein Jungtier anders aus als auf Fotos erwachsener Tiere?
Jungtiere sind leuchtend orange mit weißen Sätteln; mit dem Wachstum färben sie sich völlig um.
Quellen
FishBase (Froese & Pauly): Coris gaimard · PunkCorals-Praxis. Fachlich geprüft: Oktober 2026.