Blastomussa Haltung und Pflege
Haltungsbedingungen dieser LPS Koralle benötigt flächiges und schwaches bis mittleres Licht (LED oder T5, HQI) ernährt sich überwiegend von Licht (Zooxanthellen) und Plankton (Polypen) bervorzugt...
Ratgeber lesenBlastomussa als WYSIWYG-Stücke: Du bekommst genau die Koralle auf dem Foto, mit Lichtrasterplatte und Haltungstabelle. Die kleinwüchsige LPS trägt jeden Polypen auf einem eigenen Skelettröhrchen – die Kolonie wirkt wie ein Teppich aus runden Scheiben, oft mit andersfarbiger Mundscheibe. Wir halten sie unter mittlerem Licht, auch schattig, bei mittlerer indirekter Strömung und nährstoffreicherem Wasser. Sie nesselt schwach und braucht vor allem stabile Werte und Abstand zu nesselnden Nachbarn. Lebendtierversand mit Terminabsprache oder Abholung in Schwandorf.
Blastomussa ist eine kleinwüchsige LPS: Jeder Polyp sitzt auf einem eigenen Skelettröhrchen und breitet sein rundes Gewebe darüber aus, sodass die Kolonie wie ein Teppich aus Scheiben wirkt. In unserer Praxis braucht sie vor allem stabile Werte und Schutz vor nesselnden Nachbarn. Die Werte entsprechen dem Gattungstext auf unseren Produktseiten.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Licht | mittel (verträgt auch schattigere Plätze) |
| Strömung | mittel, nicht direkt auf die Polypen |
| Platz im Becken | untere bis mittlere Zone, mit Abstand zu nesselnden Nachbarn |
| Temperatur | 24–27 °C |
| Nährstoffe | nährstoffreich: Nitrat ca. 5–20 mg/l, Phosphat 0,05–0,1 mg/l (unsere Praxis) |
| KH / Calcium | 6–8 °dKH / 380–420 mg/l, stabil |
| Fütterung | nicht nötig, nimmt gern tierisches Plankton und feines Frostfutter |
| Nesselt | schwach – wird von Nachbarn eher selbst genesselt |
| Schwierigkeit | anspruchsvoll laut unserer bisherigen Einstufung; verlangt vor allem stabile Werte und Schutz vor nesselnden Nachbarn |
Zu Blastomussa kursieren Aussagen aus Kopiervorlagen – auch in unserem alten Text. Hier die häufigsten, was wir in unserer Praxis sehen und was die Wissenschaft dazu sagt.
| Oft zu lesen | Unsere Praxis | Wissenschaft |
|---|---|---|
| „Robust und pflegeleicht“ | Wir stufen Blastomussa bisher als anspruchsvoll ein – nicht weil die Koralle heikel wäre, sondern weil sie stabile Werte und Schutz vor nesselnden Nachbarn braucht. Sie kann sich kaum wehren. | Blastomussa nesselt schwach; im Riff wächst sie in geschützten Zonen und wird von konkurrenzstärkeren Korallen überwachsen (Veron 2000). |
| „Mittlere bis starke Strömung“ | Mittel und nicht direkt. Die Polypen dürfen sich leicht bewegen, werden bei direkter Strömung aber vom Skelett gedrückt und bleiben geschlossen. | Phaceloide Kolonien mit einzelnen Röhrenkelchen haben keinen Schutz durch eine gemeinsame Kolonieoberfläche (allgemeine Korallenbiologie). |
| „Merulinidae, nah bei Acanthastrea und Favia“ | Für die Haltung passt der Vergleich mit Acanthastrea: mittleres Licht, auch schattig, stabile Werte. | Blastomussa (wellsi, merleti) steht nach molekularen Arbeiten nicht bei den Merulinidae; die Zuordnung wurde mehrfach revidiert (Budd et al. 2012). Für die Haltung ändert sich nichts. |
| „100–200 PAR, moderate bis starke Beleuchtung“ | Wir geben keine PAR-Werte an, weil sie ohne Messgerät niemandem helfen. Blastomussa steht bei uns unter mittlerem Licht, auch schattigere Plätze verträgt sie gut; unter zu starkem Licht bleibt das Gewebe klein. | Die Färbung hängt von der Dichte der Zooxanthellen und fluoreszierenden Proteinen ab; unter zu starkem Licht reduziert die Koralle Symbionten und bleicht aus (allgemeine Korallenbiologie). |
| „KH 8–10 und Calcium 400–450“ | Wir halten alle LPS bei KH 6–8 °dKH und Calcium 380–420 mg/l. Entscheidend ist nicht der hohe Wert, sondern dass er nicht schwankt – sprunghafte KH-Änderungen sind in unserer Praxis der häufigste Grund für Gewebeverlust. | Steinkorallen bauen ihr Skelett aus Aragonit und entnehmen dem Wasser Calcium und Karbonat (Veron 2000). Natürliches Riffwasser liegt bei etwa 7 °dKH und rund 400 mg/l Calcium. |
Quellen: Veron, J. E. N. (2000): Corals of the World; Budd, A. F. et al. (2012): Taxonomic classification of the reef coral family Mussidae. Zool. J. Linn. Soc. 166: 465–529; PunkCorals-Praxis. Stand: Oktober 2026.
Viele kleine Röhrenkelche, die sich an der Basis teilen – tagsüber dehnt jeder Polyp sein rundes Gewebe weit über den Kelchrand aus. Die Farben kommen unter Blaulicht am stärksten heraus.
Alle Stücke findest du oben auf dieser Seite.
Blastomussa wellsi trägt deutlich größere Polypen als merleti, die Kolonie ist lockerer. Beide Arten werden gleich gehalten; wellsi führen wir, wenn wir Stücke bekommen.
Ähnlich gehalten: Acanthastrea · LPS-Korallen.
Die wichtigsten Antworten aus unserer Praxis zu Blastomussa. Weitere Fragen beantworten wir gern telefonisch unter 0173 3820619 oder im Laden in Schwandorf (Öffnungszeiten).
Unten oder in der mittleren Zone unter mittlerem Licht, mit mäßiger Strömung, die nicht direkt auf die Polypen trifft. Wichtig ist Abstand zu stärker nesselnden Korallen wie Euphyllia, Galaxea oder Platygyra – Blastomussa kann sich kaum wehren.
Nein. Sie lebt über ihre Zooxanthellen vom Licht. Abends, wenn die Polypen weit geöffnet sind, nimmt sie gezielte Gaben von Plankton oder feinem Frostfutter gern an. Passendes Futter findest du unter Korallenfutter & Plankton.
In den ersten Tagen nach dem Umsetzen ist das normal. Bleiben sie länger geschlossen, prüfe Strömung (zu direkt), Licht (zu stark) und KH-Schwankungen – und ob ein Fisch oder eine Garnele an ihr zupft.
Ja. Jeder Polyp sitzt auf einem eigenen Skelettröhrchen; einzelne Polypen lassen sich an der Basis abtrennen und aufkleben, sobald die Kolonie gut eingewachsen ist. Ableger brauchen danach einige Wochen Ruhe an einem schattigeren Platz.
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