Acanthastrea und Micromussa – fleischige LPS mit Farbzeichnung - WYSIWYG-Stücke aus Schwandorf

Acanthastrea und Micromussa als WYSIWYG-Stücke: Du bekommst genau die Koralle auf dem Foto, mit Lichtrasterplatte und Haltungstabelle. Die massiven LPS mit fleischigen Polypen stehen bei uns unter wenig bis mittlerem Licht, bei mittlerer indirekter Strömung und nährstoffreicherem Wasser. In unserer Praxis sind sie wenig anspruchsvoll, nesseln nachts aber mäßig – zu Nachbarn einige Zentimeter Abstand. Lebendtierversand mit Terminabsprache oder Abholung in Schwandorf.

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    Acanthastrea und Micromussa auf einen Blick

    Acanthastrea und Micromussa sind massive LPS mit fleischigen Polypen und kräftiger Farbzeichnung. In unserer Praxis gehören sie zu den wenig anspruchsvollen LPS, wenn das Becken stabil läuft. Die Werte entsprechen dem Gattungstext auf unseren Produktseiten.

    MerkmalAngabe
    Lichtwenig bis mittel (kein direktes Starklicht)
    Strömungmittel, nicht direkt auf die Polypen
    Platz im Beckenuntere bis mittlere Zone, mit Abstand zu Nachbarn
    Temperatur24–27 °C
    Nährstoffenährstoffreich: Nitrat ca. 5–20 mg/l, Phosphat 0,05–0,1 mg/l (unsere Praxis)
    KH / Calcium6–8 °dKH / 380–420 mg/l, stabil
    Fütterungnicht nötig, nimmt gern Zooplankton und feines Frostfutter
    Nesseltja, mäßig – nachts mit ausgestülptem Gewebe, Abstand zu Nachbarn halten
    Schwierigkeitwenig anspruchsvoll, auch für Einsteiger mit stabilem Becken

    Händleraussage · Praxis · Wissenschaft

    Zu Acanthastrea kursieren viele Zahlen aus Kopiervorlagen. Hier die häufigsten Aussagen, was wir in unserer Praxis sehen und was die Wissenschaft dazu sagt.

    Oft zu lesenUnsere PraxisWissenschaft
    „Acanthastrea lordhowensis“Wir führen die Stücke unter dem Handelsnamen Acanthastrea, weil ihn jeder kennt – im Titel steht deshalb „Acanthastrea / Micromussa“. An Haltung und Verhalten ändert der Name nichts.Die beliebte lordhowensis gehört seit Arrigoni et al. (2016) zur Gattung Micromussa, bowerbanki zu Homophyllia; bei Acanthastrea bleiben echinata und wenige weitere Arten. Die Gattungen stehen in den Lobophylliidae, nicht in den Merulinidae.
    „100–200 PAR, moderate bis starke Beleuchtung“Wir geben keine PAR-Werte an, weil sie ohne Messgerät niemandem helfen. Acanthastrea stehen bei uns in der unteren bis mittleren Zone unter wenig bis mittlerem Licht – unter zu starkem Licht bleichen die Farben aus und das Gewebe bleibt flach, unter blaulastigem Licht zeigen sie die kräftigsten Farben.Die Färbung hängt von der Dichte der Zooxanthellen und fluoreszierenden Proteinen ab; unter zu starkem Licht reduziert die Koralle Symbionten und bleicht aus (allgemeine Korallenbiologie).
    „Mäßige bis starke Strömung“Mittel und nicht direkt. Die Strömung soll die Kolonie frei von Ablagerungen halten, darf das aufgeblähte Gewebe aber nicht dauerhaft vom Skelett drücken.Massive Kolonien mit fleischigem Gewebe besiedeln im Riff eher geschützte Standorte (Veron 2000).
    „KH 8–10 und Calcium 400–450“Wir halten alle LPS bei KH 6–8 °dKH und Calcium 380–420 mg/l. Entscheidend ist nicht der hohe Wert, sondern dass er nicht schwankt – sprunghafte KH-Änderungen sind in unserer Praxis der häufigste Grund für Gewebeverlust.Steinkorallen bauen ihr Skelett aus Aragonit und entnehmen dem Wasser Calcium und Karbonat (Veron 2000). Natürliches Riffwasser liegt bei etwa 7 °dKH und rund 400 mg/l Calcium.
    „Koexistiert gut mit anderen Korallen“Nur mit Abstand: Nachts stülpen Acanthastrea Gewebe und Verdauungsfäden über den Kolonierand und schädigen Nachbarn in direktem Kontakt. Einige Zentimeter frei lassen, zu Euphyllia und Galaxea mehr.Mesenterialfilamente und Nesselzellen sind Mittel der Konkurrenz um Platz im Riff (allgemeine Korallenbiologie).

    So kaufst du bei uns Acanthastrea

    • WYSIWYG: Du bekommst genau das Stück auf dem Foto. Ein Quadrat der Lichtrasterplatte misst 1,3 × 1,3 cm, damit du Größe und Zahl der Polypen einschätzen kannst.
    • Fotos unter Blaulicht: Wir fotografieren unter blaulastiger Beleuchtung mit Orangefilter, möglichst realistisch – die Farbwiedergabe bei dir hängt von Licht, Wasserwerten und Strömung ab.
    • Eingewöhnung: Temperatur angleichen und die Koralle zunächst etwas tiefer oder schattiger setzen als am Zielplatz; nach ein bis zwei Wochen höher stellen. Geschlossene Polypen in den ersten Tagen sind normal.
    • Versand: Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags). Abholung im Laden in Schwandorf ist jederzeit möglich.
    • Beratung: Ob Acanthastrea zu deinem Becken, deinem Licht und deinem Besatz passt, besprechen wir gern vorher – per Telefon, WhatsApp oder im Laden.

    Quellen: Veron, J. E. N. (2000): Corals of the World; Arrigoni, R. et al. (2016): When forms meet genes: revision of the scleractinian genera Micromussa and Homophyllia (Lobophylliidae). Contributions to Zoology 85: 387–422; PunkCorals-Praxis. Stand: Oktober 2026.

    Acanthastrea Micromussa lordhowensis

    Micromussa lordhowensis: Farbmorphen mit Handelsnamen

    „Red Morph“, „Frozen Fire“, „Stardust Red“ – die Handelsnamen beschreiben die Farbzeichnung von Kelchwand, Rand und Mundscheibe, nicht die Art. Alle stammen von Micromussa lordhowensis, im Handel weiter Acanthastrea genannt.

    • Platz: untere bis mittlere Zone, wenig bis mittleres Licht.
    • Strömung: mittel, nicht direkt auf die Polypen.
    • Abstand: einige Zentimeter – nachts stülpt sich das Gewebe über den Rand.

    Alle Stücke findest du oben auf dieser Seite; verwandte Gattungen unter LPS-Korallen.

    Acanthastrea echinata

    Acanthastrea echinata: die „echte“ Acanthastrea

    Acanthastrea echinata bleibt auch nach der Neuordnung von 2016 bei Acanthastrea. Die Kelche sind größer und unregelmäßiger als bei lordhowensis, die Kolonie wächst flach bis halbkugelig.

    • Haltung: wie Micromussa – wenig bis mittleres Licht, mittlere indirekte Strömung, stabile Werte.
    • Fütterung: nicht nötig; abends Zooplankton oder feines Frostfutter.
    • Einstufung: wenig anspruchsvoll in unserer Praxis.

    Zu Blastomussa und Favia, die ähnlich gehalten werden: Blastomussa · Favia / Favites.

    Häufige Fragen zu Acanthastrea und Micromussa

    Die wichtigsten Antworten aus unserer Praxis zu Acanthastrea und Micromussa. Weitere Fragen beantworten wir gern telefonisch unter 0173 3820619 oder im Laden in Schwandorf (Öffnungszeiten).

    Beides. Die beliebte „Acanthastrea lordhowensis“ wird seit 2016 wissenschaftlich als Micromussa lordhowensis geführt, Acanthastrea bowerbanki als Homophyllia bowerbanki. Im Handel bleibt der Name Acanthastrea, deshalb steht er auch bei uns im Titel. An Haltung und Verhalten ändert das nichts.

    Wenig bis mittel. Unter zu starkem Licht bleichen die Farben aus und das Gewebe bleibt flach. In der unteren bis mittleren Zone mit blaulastigem Licht zeigt sie ihre Farben am besten. Neue Stücke setzt du zunächst tiefer und stellst sie nach ein bis zwei Wochen höher.

    Nein. Sie lebt über ihre Zooxanthellen vom Licht. Abends, wenn die Polypen offen sind, nimmt sie Zooplankton oder feines Frostfutter gern an und wächst damit etwas schneller. Passendes Futter findest du unter Korallenfutter & Plankton.

    Nachts stülpt sie ihr Gewebe und ihre Verdauungsfäden über den Kolonierand und kann Nachbarn in direktem Kontakt schädigen. Lass einige Zentimeter frei; zu stärker nesselnden Korallen wie Euphyllia gehört mehr Abstand. Untereinander sind Acanthastrea-Stücke meist verträglicher, wachsen aber mit der Zeit gegeneinander.

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