Doktorfische – vier Gruppen ehrlich eingeordnet - Doktorfische nach Gruppen

Doktorfische sind ausdauernde Schwimmer mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen. Hier finden Sie Segelflossen-, Borstenzahn-, Nasen- und weitere Doktorfische mit ehrlichen Angaben zu Aquariengröße, UV-C-Leistung und Vergesellschaftung.

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    Doktorfische nach Gruppen

    Doktorfische (Acanthuridae) tragen am Schwanzstiel skalpellartige Dornen – daher ihr Name. Ihre Ansprüche unterscheiden sich stark: vom 15 cm kleinen Borstenzahn-Doktor bis zum 60 cm großen Nasendoktor. Wir haben unsere Doktorfische deshalb in vier Gruppen eingeteilt:

    GruppeLebensweiseAquariumUV-C pro 100 l
    Segelflossen-Doktorfischehochrückige Algenfresser, 20–40 cmab 600 lca. 8 W
    Borstenzahn-Doktorfischekämmen Detritus und Kieselalgen, 15–27 cm; in unserer Praxis sehr gut haltbarab 600 lca. 8 W
    Nasen-Doktorfischeschnelle Dauerschwimmer, 45–60 cmab 2.000 l10–15 W
    Weitere DoktorfischeAcanthurus und Paletten-Doktor, 23–54 cmab 1.000 l, ab 45 cm ab 2.000 l10–15 W, empfindliche Arten 20 W

    Händleraussage · Praxis · Wissenschaft

    Oft zu lesenUnsere PraxisWissenschaft
    „Doktorfische fressen die Algen im Becken weg“Doktorfische brauchen zusätzlich täglich reichlich pflanzliche Kost wie Algenblätter (Nori) – die Algen im Becken reichen nicht.Zebrasoma- und die meisten Acanthurus-Arten weiden fädige Algen, Borstenzahn-Doktorfische kämmen Detritus und Kieselalgen, Masken-Nasendoktor, Weißschwanz- und Paletten-Doktor fressen vor allem Zooplankton (FishBase).
    „Doktorfische vertragen sich nicht“Mehrere Doktorfische lassen sich zusammen halten, wenn sie zu verschiedenen Gattungen gehören – am besten gleichzeitig einsetzen. In sehr großen Aquarien ist auch eine Gruppe derselben Art möglich.Viele Arten ziehen in der Natur in Gruppen oder gemischten Schwärmen (z. B. Gitter- und Punktgesicht-Doktor); Blaustreifen- und Arabischer Doktor verteidigen dagegen Fressreviere (FishBase).
    „Für Doktorfische reichen 500 Liter“Wir empfehlen nach Gattung: Segelflossen- und Borstenzahn-Doktorfische ab 600 l, Acanthurus und Paletten-Doktor ab 1.000 l, Nasen-Doktorfische und Acanthurus ab 45 cm ab 2.000 l. Im Aquarium bleiben die meisten Doktorfische in unserer Praxis bei 20–25 cm, Nasen-Doktorfische erreichen gut 30–35 cm.FishBase nennt Endgrößen von 15 cm (Borstenzahn-Arten) bis 60 cm (Masken-Nasendoktor); viele Acanthurus-Arten werden über 35 cm groß.
    „UV-C ist bei Doktorfischen nicht nötig“Doktorfische brauchen in unserer Praxis viel UV-C-Leistung: Borstenzahn- und Segelflossen-Doktorfische ca. 8 W, übrige Doktorfische 10–15 W, empfindliche Arten wie Weißkehl, Philippinen- und Achilles-Doktor ca. 20 W pro 100 Liter.Ein UV-C-Klärer wirkt nur auf das Wasser, das durch ihn hindurchfließt – entscheidend sind Leistung und passender Durchfluss (Herstellerangaben).
    „Alle Doktorfische sind gleich schwierig“Borstenzahn-Doktorfische sind in unserer Praxis sehr gut haltbar. Achilles- und Blaustreifen-Doktor empfehlen wir nur erfahrenen Aquarianern.Achilles- und Blaustreifen-Doktor leben in der Brandungszone klarer, exponierter Außenriffe (FishBase).

    Schwimmraum und Strömung

    Doktorfische sind ausdauernde Schwimmer. Aus unserer Praxis: Sie brauchen viel freien Schwimmraum und kräftige Strömung. Planen Sie die Aquariengröße nach der Endgröße – nicht nach der Größe beim Kauf.

    Mehrere Doktorfische zusammen halten

    Mehrere Doktorfische lassen sich in unserer Praxis zusammen halten, wenn sie zu verschiedenen Gattungen gehören, zum Beispiel ein Segelflossen- und ein Borstenzahn-Doktorfisch. Setzen Sie sie am besten gleichzeitig ein. In sehr großen Aquarien ist auch eine Gruppe derselben Art möglich.

    UV-C: viel Leistung einplanen

    Doktorfische brauchen in unserer Praxis eine leistungsstarke UV-C-Anlage: Borstenzahn- und Segelflossen-Doktorfische ca. 8 Watt, übrige Doktorfische 10–15 Watt und empfindliche Arten wie Weißkehl-, Philippinen- und Achilles-Doktor ca. 20 Watt pro 100 Liter Aquarienwasser.

    Fütterung

    Füttern Sie täglich reichlich pflanzliche Kost wie Algenblätter (Nori) und Spirulina-Futter, dazu Frostfutter wie Mysis und Artemia. Planktonfresser wie Paletten-, Weißschwanz- und Masken-Nasendoktor bekommen mehrmals täglich Frostfutter und zusätzlich Algenblätter.

    Quellen: FishBase (Froese & Pauly); Fishes of Australia; PunkCorals-Praxis. Stand: Oktober 2026.

    Acanthurus leucosternon Weißkehl-Doktorfisch

    Warum heißen sie Doktorfische?

    Doktorfische tragen an der Schwanzwurzel skalpellartige Dornen – daher der Name, auf Englisch „Surgeonfish“. Sie setzen die Dornen zur Verteidigung ein; beim Umsetzen deshalb vorsichtig sein.

    Die meisten Arten weiden Algen ab. Die Algen im Becken ersetzen aber keine Fütterung: Doktorfische brauchen täglich reichlich pflanzliche Kost.

    Acanthurus guttatus - Brandungs Doktorfisch

    Vier Gruppen im Überblick

    Segelflossen-Doktorfische (Zebrasoma) sind hochrückige Algenfresser. Borstenzahn-Doktorfische (Ctenochaetus) kämmen Detritus und Kieselalgen und sind in unserer Praxis sehr gut haltbar.

    Nasen-Doktorfische (Naso) werden 45 bis 60 cm groß. Zu den weiteren Doktorfischen gehören die Acanthurus-Arten und der Paletten-Doktorfisch.

    Acanthurus nigricans Samt-Doktorfisch

    Haltung: Platz, Strömung und UV-C

    Doktorfische brauchen viel freien Schwimmraum und kräftige Strömung. Wir empfehlen ab 600 Litern (Segelflossen- und Borstenzahn-Doktor), ab 1.000 Litern (Acanthurus, Paletten-Doktor) und ab 2.000 Litern (Nasen-Doktorfische, Acanthurus ab 45 cm).

    Planen Sie viel UV-C-Leistung ein: ca. 8 Watt, 10–15 Watt oder bei empfindlichen Arten ca. 20 Watt pro 100 Liter.

    Zebrasoma flavescens Hawaii Doktorfisch NZ

    Fütterung und Vergesellschaftung

    Füttern Sie täglich reichlich Algenblätter (Nori) und Spirulina-Futter, dazu Frostfutter wie Mysis und Artemia. Planktonfresser wie der Paletten-Doktor bekommen mehrmals täglich Frostfutter.

    Mehrere Doktorfische halten Sie am besten aus verschiedenen Gattungen und setzen sie gleichzeitig ein.

    Häufige Fragen zu Doktorfischen

    Hier beantworten wir häufige Fragen zur Haltung von Doktorfischen. Bei weiteren Fragen beraten wir Sie gerne.

    Ja – in unserer Praxis klappt das, wenn die Doktorfische zu verschiedenen Gattungen gehören, zum Beispiel ein Segelflossen- und ein Borstenzahn-Doktorfisch. Setzen Sie sie am besten gleichzeitig ein.

    In sehr großen Aquarien ist auch eine Gruppe derselben Art möglich.

    Wir empfehlen nach Gattung: Segelflossen- und Borstenzahn-Doktorfische ab 600 Litern, Acanthurus-Arten und den Paletten-Doktor ab 1.000 Litern, Nasen-Doktorfische und Acanthurus-Arten ab 45 cm Endgröße ab 2.000 Litern.

    Selten im Handel sind zum Beispiel der Mimikry-Doktorfisch (Acanthurus chronixis), der nur von wenigen Exemplaren bekannt ist, der Juwelen-Segelflossen-Doktorfisch aus dem Südwest-Indik und der Goldring-Borstenzahn-Doktorfisch, der nur vor Hawaii und dem Johnston-Atoll vorkommt (FishBase).

    In unserer Praxis sind Borstenzahn-Doktorfische sehr gut haltbar und damit der beste Einstieg. Achilles- und Blaustreifen-Doktor empfehlen wir nur erfahrenen Aquarianern.

    Aus unserer Praxis: viel freien Schwimmraum, kräftige Strömung, täglich reichlich pflanzliche Kost wie Algenblätter (Nori) und eine leistungsstarke UV-C-Anlage.

    Wir empfehlen ca. 8 Watt pro 100 Liter für Borstenzahn- und Segelflossen-Doktorfische, 10–15 Watt für die übrigen und ca. 20 Watt für empfindliche Arten wie Weißkehl-, Philippinen- und Achilles-Doktor.

    Doktorfische sind langlebig. FishBase nennt Höchstalter in der Natur von 27 Jahren (Pazifischer Segelflossen-Doktor) über 30 Jahre (Dussumiers Doktor) und 34 Jahre (Samt-Doktor) bis 46 Jahre (Blaustreifen-Doktor).

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