Hirnkorallen – Platygyra, Goniastrea & Co. - WYSIWYG-Stücke aus Schwandorf

Hirnkorallen als WYSIWYG-Stücke: Du bekommst genau die Koralle auf dem Foto, mit Lichtrasterplatte und Haltungstabelle. Platygyra und Goniastrea sind massive LPS, deren Polypen zu mäandernden Tälern verschmolzen sind – Täler und Wände oft in zwei Farben. Wir halten sie unter mittlerem Licht, bei mittlerer indirekter Strömung und nährstoffreicherem Wasser mit stabilen Werten. Platygyra bildet nachts lange Kehrtentakel und braucht deutlich Abstand, Goniastrea ist wenig anspruchsvoll. Lebendtierversand mit Terminabsprache oder Abholung in Schwandorf.

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    Hirnkorallen auf einen Blick

    Hirnkorallen sind LPS, deren Polypen zu langen, mäandernden Tälern verschmolzen sind – Täler und Wände tragen oft unterschiedliche Farben. In dieser Kategorie findest du vor allem Platygyra und Goniastrea. Die Werte entsprechen dem Gattungstext auf unseren Produktseiten.

    MerkmalAngabe
    Lichtmittel
    Strömungmittel, nicht direkt auf die Kolonie
    Platz im Beckenmittlere Zone, mit deutlichem Abstand zu Nachbarn
    Temperatur24–27 °C
    Nährstoffenährstoffreich: Nitrat ca. 5–20 mg/l, Phosphat 0,05–0,1 mg/l (unsere Praxis)
    KH / Calcium6–8 °dKH / 380–420 mg/l, stabil
    Fütterungnicht nötig, nimmt gern tierisches Plankton und feines Frostfutter
    Nesseltja, stark – nachts lange Kehrtentakel (Platygyra)
    Schwierigkeitanspruchsvoll (empfindlich bei schwankenden Werten); Goniastrea wenig anspruchsvoll

    Händleraussage · Praxis · Wissenschaft

    Zu Hirnkorallen kursieren viele Aussagen. Hier die häufigsten, was wir in unserer Praxis sehen und was die Wissenschaft dazu sagt.

    Oft zu lesenUnsere PraxisWissenschaft
    „Hirnkoralle ist eine Gattung“„Hirnkoralle“ ist ein Sammelbegriff für Steinkorallen, deren Polypen zu mäandernden Tälern verschmolzen sind. In dieser Kategorie führen wir vor allem Platygyra, dazu Goniastrea; Leptoria, Merulina und Diploria nur, wenn wir sie haben.Mäandroide Kolonien kommen in mehreren Gattungen der Merulinidae vor (Platygyra, Leptoria, Goniastrea, Merulina); Diploria ist eine karibische Gattung (Veron 2000).
    „Nesseln wie alle LPS ein bisschen“Platygyra bildet nachts auffallend lange Kehrtentakel – deutlich mehr Abstand als bei Favia oder Goniastrea. Nach dem Einsetzen nachts mit der Taschenlampe prüfen, wie weit sie reichen.Kehrtentakel sind verlängerte Tentakel mit dichten Nesselzellen, die Nachbarn auf Abstand halten (allgemeine Korallenbiologie).
    „100–200 PAR, moderate bis starke Beleuchtung“Wir geben keine PAR-Werte an, weil sie ohne Messgerät niemandem helfen. Hirnkorallen stehen bei uns unter mittlerem Licht in der mittleren Zone; unter zu starkem Licht bleichen die Täler aus.Die Färbung hängt von der Dichte der Zooxanthellen und fluoreszierenden Proteinen ab; unter zu starkem Licht reduziert die Koralle Symbionten und bleicht aus (allgemeine Korallenbiologie).
    „Robust und einsteigertauglich“Platygyra ist nicht heikel, reagiert aber empfindlich auf schwankende Werte und braucht wegen der Kehrtentakel sorgfältige Platzierung – wir stufen sie als anspruchsvoll ein. Goniastrea ist wenig anspruchsvoll.Steinkorallen bauen ihr Skelett aus Aragonit und entnehmen dem Wasser Calcium und Karbonat (Veron 2000). Natürliches Riffwasser liegt bei etwa 7 °dKH und rund 400 mg/l Calcium.
    „Phosphat unter 0,05, Nitrat unter 10“Nein. Platygyra steht in unserer Hälterung nährstoffreicher: Nitrat um 5–20 mg/l, Phosphat um 0,05–0,1 mg/l. In sehr sauberem Wasser werden fleischige LPS blass und dünn; nährstoffarm fahren wir nur SPS.LPS leben mit Zooxanthellen, fangen mit ihren großen Polypen aber zusätzlich Plankton (Veron 2000). Die Symbionten brauchen Stickstoff und Phosphor – ein Minimum an Nährstoffen ist Voraussetzung, nicht Problem.

    So kaufst du bei uns Hirnkorallen

    • WYSIWYG: Du bekommst genau das Stück auf dem Foto. Ein Quadrat der Lichtrasterplatte misst 1,3 × 1,3 cm, damit du Größe und Zahl der Polypen einschätzen kannst.
    • Fotos unter Blaulicht: Wir fotografieren unter blaulastiger Beleuchtung mit Orangefilter, möglichst realistisch – die Farbwiedergabe bei dir hängt von Licht, Wasserwerten und Strömung ab.
    • Eingewöhnung: Temperatur angleichen und die Koralle zunächst etwas tiefer oder schattiger setzen als am Zielplatz; nach ein bis zwei Wochen höher stellen. Geschlossene Polypen in den ersten Tagen sind normal.
    • Versand: Lebendtierversand mit Terminabsprache, bevorzugt mittwochs (Ankunft donnerstags). Abholung im Laden in Schwandorf ist jederzeit möglich.
    • Beratung: Ob Hirnkorallen zu deinem Becken, deinem Licht und deinem Besatz passt, besprechen wir gern vorher – per Telefon, WhatsApp oder im Laden.

    Quellen: Veron, J. E. N. (2000): Corals of the World; PunkCorals-Praxis. Stand: Oktober 2026.

    Platygyra

    Platygyra: Täler und Wände in zwei Farben

    Die Polypen sind zu langen Tälern verschmolzen – oft grüne Täler mit braunen oder violetten Wänden. Tagsüber liegt das Gewebe flach an, nachts entfalten sich die Polypen entlang der Täler.

    • Platz: mittlere Zone, mittleres Licht, Strömung nicht direkt.
    • Abstand: großzügig – nachts lange Kehrtentakel.
    • Werte: KH 6–8 stabil, Gewebeverlust beginnt in den Tälern.

    Alle Stücke findest du oben auf dieser Seite.

    Goniastrea prism ultra

    Goniastrea: die robuste Hirnkoralle

    Goniastrea gehört mit ihren dicht stehenden Kelchen ebenfalls zu den Hirnkorallen im weiteren Sinn und ist in unserer Praxis wenig anspruchsvoll – der Einstieg in diese Gruppe.

    • Licht: mittel, mehr nur mit langsamer Gewöhnung.
    • Nesseln: nachts Kehrtentakel, einige Zentimeter Abstand reichen.
    • Fütterung: nicht nötig; abends Plankton oder feines Frostfutter.

    Eigene Seite: Goniastrea · Alle Gattungen: LPS-Korallen.

    Häufige Fragen zu Hirnkorallen

    Die wichtigsten Antworten aus unserer Praxis zu Hirnkorallen. Weitere Fragen beantworten wir gern telefonisch unter 0173 3820619 oder im Laden in Schwandorf (Öffnungszeiten).

    Deutlich mehr als bei den meisten anderen LPS: Platygyra bildet nachts lange Kehrtentakel, die weit über den Kolonierand hinausreichen. Plane ringsum großzügig Platz ein und prüfe nach dem Einsetzen nachts mit einer Taschenlampe, wie weit sie reichen.

    Nein. Sie lebt über ihre Zooxanthellen vom Licht. Abends, wenn die Polypen offen sind, nimmt sie gezielte Gaben von Plankton oder feinem Frostfutter gern an. Passendes Futter findest du unter Korallenfutter & Plankton.

    Das ist normal – Hirnkorallen öffnen ihre Polypen vor allem nachts. Tagsüber siehst du die farbigen Täler und Wände. Zieht sich das Gewebe aus den Tälern zurück, prüfe KH-Schwankungen, Licht und zupfende Fische.

    Goniastrea ja – bei stabilen Werten gehört sie zu den robusteren LPS. Platygyra eher für Aquarianer mit stabilem Becken: Die Koralle selbst ist nicht heikel, reagiert aber empfindlich auf schwankende Werte und braucht wegen der Kehrtentakel sorgfältige Platzierung.

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